Bundeswehr nahm seit 2024 an 40 Arktis-Übungen teil

15. Januar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Militärische Aktivitäten der Bundeswehr in der Arktis

() – Die Bundeswehr hat seit 2024 an 40 Übungsmissionen nördlich des Polarkreises teilgenommen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, über welche die „taz“ berichtet.

Die Zahl der an den Trainingseinsätzen beteiligten Bundeswehrangehörigen ist dabei sehr unterschiedlich. Sie reicht von 1.140 Soldaten bei einer Marineschießübung im Oktober 2025 im Norden Norwegens im Oktober 2025 bis zur Teilnahme von drei deutschen Soldaten an einem Manöver in Grönland im September 2025.

Der verteidigungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Ulrich Thoden, sieht die Übungen als Ausdruck eines „abenteuerlichen Expansionskurses“ der Bundeswehr. Thoden kritisiert auch die aktuelle Erkundungsmission der Bundeswehr in Grönland. „Die Erkundungsmission ergibt nur einen Sinn: Sie dient als Testballon für eine zukünftige Stationierung der Bundeswehr in Grönland.“ Vielmehr sollte die Bundesregierung die Annexionspläne der USA zusammen mit den europäischen Partnern erneut deutlich zurückweisen. „Die Linke tritt für die ausschließliche friedliche Nutzung der Arktis und für den konsequenten Schutz ihres durch den Klimawandel bedrohten, einzigartigen Ökosystems ein“, sagte Thoden.

Aus der Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage geht ebenfalls hervor, dass zwischen dem 1. Januar und dem 10. Dezember 2025 Jahres Rüstungsgüter im Wert von etwa drei Milliarden Euro an Arktis-Anrainerstaaten geliefert hat. Der größte Anteil von 1,3 Milliarden Euro entfiel dabei auf , mit dem Deutschland über ein gemeinsames U-Boot-Projekt verbunden ist. U-Boote gehören mit zu den teuersten Waffensystemen überhaupt. An zweiter Stelle folgten demnach Waffenexporte nach , die sich in dem Zeitraum auf etwa 940 Millionen Euro beliefen.

Siehe auch:  Deutsche Reisewirtschaft verzeichnet Einbruch der USA-Buchungen
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Marine-Soldaten (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundeswehr nahm seit 2024 an 40 Übungsmissionen nördlich des Polarkreises teil.
  • Zwischen Januar und Dezember 2025 wurden Rüstungsgüter im Wert von etwa drei Milliarden Euro an Arktis-Anrainerstaaten geliefert.
  • Größter Anteil der Exporte ging mit 1,3 Milliarden Euro nach Norwegen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppen: Bundeswehr, Linksfraktion, Arktis-Anrainerstaaten
  • Regionen: Nördlich des Polarkreises, Norwegen, Grönland, Schweden
  • Zahlen/Fristen: 40 Übungsmissionen seit 2024, 1.140 Soldaten bei Übung im Oktober 2025, Rüstungsgüter im Wert von drei Milliarden Euro zwischen 01.01. und 10.12.2025

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Teilnahme an 40 Übungsmissionen nördlich des Polarkreises seit 2024
  • Kritische Position der Linksfraktion bezüglich der Bundeswehrpräsenz und Erkundungsmissionen in der Arktis
  • Rüstungsgüterlieferungen im Wert von etwa drei Milliarden Euro an Arktis-Anrainerstaaten

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Teilnahme der Bundeswehr an 40 Übungsmissionen nördlich des Polarkreises seit 2024
  • Lieferung von Rüstungsgütern im Wert von etwa drei Milliarden Euro an Arktis-Anrainerstaaten zwischen Januar und Dezember 2025
  • Erkundungsmission der Bundeswehr in Grönland als möglicher Vorbote für zukünftige Stationierung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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