Kinder-Influencer in Social Media: CDU-Vorstoß für schärfere Gesetze
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaftspolitik: Schutz von Kinder-Influencern in Berlin
Berlin () – Aus der CDU kommt ein Vorstoß, Auftritte sogenannter Kinder-Influencer in Social Media nur noch unter strengen Auflagen zuzulassen. „Ziel ist es, sicherzustellen, dass Kinder auch dann den vollen Schutz des Jugendarbeitsschutzgesetzes genießen, wenn sie nicht an professionellen Film- oder Werbeproduktionen mitwirken, sondern im häuslichen Umfeld Content für Social-Media-Plattformen erstellen“, heißt es in einem Antragsentwurf der Frauen Union für den CDU-Bundesparteitag im Februar. Das Papier liegt nach eigenen Angaben dem Nachrichtenmagazin Politico (Dienstagsausgabe) vor.
Die Vorsitzende der Frauen Union, Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, sagte dem Magazin, Kinderrechte würden nicht in den sozialen Medien enden. „Auch im Netz muss gelten: Kindeswohl statt Kommerz“, so die CDU-Politikerin. Manchmal müssten Kinder auch vor ihren Eltern geschützt werden: „Family-Influencer vermarkten ihre Kinder im Netz und zeigen private, gar intime Details“, so Warken. Das Jugendarbeitsschutzgesetz müsse sie ebenso vor Ausbeutung und Überforderung schützen, wie es für Kinderschauspieler gelte: „Was uns als Familien-Content verkauft wird, bedeutet in zahlreichen Fällen nichts anderes als Kinderarbeit.“
Laut Antragsentwurf sollten Kinder, „die von ihren Eltern oder Dritten im Internet zu kommerziellen Zwecken abgebildet werden, nur unter strengen Auflagen und mit vorheriger Genehmigung tätig werden dürfen“. Dies solle analog zu bestehenden Bestimmungen für Kinder bei Theateraufführungen, Musikdarbietungen, Werbeveranstaltungen oder Rundfunkaufnahmen gelten. Die Produktion von Social-Media-Inhalten zu kommerziellen Zwecken soll bei Kindern unter 15 Jahren im Gesetz als Arbeit definiert werden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Junge Frau mit Smartphone (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Auftritte von Kinder-Influencern in sozialen Medien sollen unter strengen Auflagen stehen.
- Kinder, die für kommerzielle Zwecke abgebildet werden, benötigen vorherige Genehmigung.
- Die Produktion von Social-Media-Inhalten wird für Kinder unter 15 Jahren als Arbeit definiert.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen: Kinder, insbesondere unter 15 Jahren, die in Social Media aktiv sind
- Starke Regulierung angestrebt: strenge Auflagen und vorherige Genehmigung für kommerzielle Zwecke
- Frist: Antragsentwurf soll beim CDU-Bundesparteitag im Februar behandelt werden
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Auftritte von Kinder-Influencern sollen unter strengen Auflagen geregelt werden.
- Schutz der Kinderrechte soll auch in sozialen Medien sichergestellt werden.
- Kinder werden in vielen Fällen kommerziell ausgebeutet, auch von Familien.
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Einführung strenger Auflagen für Kinder-Influencer in Social Media
- Kinder dürfen nur mit vorheriger Genehmigung und unter bestimmten Bedingungen Inhalte erstellen
- Produktion von Social-Media-Inhalten für Kinder unter 15 Jahren wird als Arbeit definiert
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
- Erzeugerpreise für Dienstleistungen im Jahr 2025 gestiegen - 20. März 2026
- Erzeugerpreise im Februar deutlich gesunken - 20. März 2026
- Tarifbindung stagniert 2025 bei 49 Prozent - 20. März 2026
