EU-Parlament berät über Antwort auf Trumps Grönland-Drohungen

21. Januar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

EU-Politik: Reaktionen auf US-Drohungen

Straßburg () – Das EU-Parlament hat am Mittwoch über mögliche Reaktionen auf die Annexionsdrohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber der zum Königreich gehörenden Insel Grönland beraten.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU/EVP) sieht Europa an einem Scheideweg. „Europa bevorzugt Dialog und Lösungen“, sagte sie. „Aber wir sind uneingeschränkt bereit zu handeln, sollte das nötig sein. Geeint, schnell, entschlossen.“

Trumps Drohung mit neuen Zöllen sei schlichtweg falsch. „Wenn wir jetzt in eine gefährliche Abwärtsspirale innerhalb des Bündnisses geraten, würde dies eben jene Gegner ermutigen, die wir beide so eindeutig aus unserer strategischen Landschaft fernhalten wollen“, so von der Leyen.

Für EVP-Fraktionschef Manfred Weber (CSU) steht die Zoll-Einigung mit den USA aus dem vergangenen Jahr auf dem Spiel. „Für uns als EVP, für alle Abgeordneten ist klar, dass es keine Ratifizierung geben wird, keine Null-Prozent-Zölle, Zugang für US-Produkte in die EU, bis wir die Frage der Verlässlichkeit geklärt haben“, sagte der Christdemokrat. „Wir möchten neue Partner in der Welt finden und Europa für die Zukunft rüsten.“

Perez verwies zudem auf Artikel 42 Absatz 7 das EU-Vertrags, wonach im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung schulden. „Wir müssen einen Plan vorbereiten, damit die Europäische Union tatsächlich in der Lage ist, zur reagieren, wenn Dänemark um Unterstützung nach Artikel 42 Absatz 7 das EU-Vertrags bittet“, sagte sie. „Grönland ist nicht nur eine Nato-Frage. Es ist auch eine Frage, die die Europäische Union betrifft, und wir müssen auf diese Frage eingehen können.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Grönland am 20.01.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • EU-Parlament diskutiert Reaktionen auf Trumps Annexionsdrohungen gegenüber Grönland
  • EVP will keine Zollratifikation mit USA, bis Verlässlichkeit geklärt ist
  • Vorschlag, EU-Anti-Zwangsinstrument einzusetzen und Militärpräsenz auf Grönland zu verstärken

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • EU-Parlament, Präsident von der Leyen, Manfred Weber, Iratxe Garcia Perez, Liberale, Grüne
  • mögliche Zollmaßnahmen, Handelsabkommen, militärische Präsenz, Sicherheitsgarantien
  • Grönland, EU, Dänemark, strategische Landschaft, Artikel 42 Absatz 7

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Annexionsdrohungen von Donald Trump gegenüber Grönland
  • Notwendigkeit einer geeinten europäischen Reaktion auf strategische Risiken
  • Einfluss auf Handelsabkommen und zukünftige Handelsbeziehungen zwischen EU und USA

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Prüfung der Nutzung des EU-Anti-Zwangsinstruments für höhere Zölle und Einschränkung bei öffentlichen Aufträgen
  • Aussetzung der Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit den USA
  • Planung zur Unterstützung Dänemarks nach Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrags
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH