Experten sorgen sich um deutsche Goldreserven in den USA

21. Januar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Goldreserven: Diskussionen in Deutschland und USA

Frankfurt/Main () – Im Umfeld der Bundesbank und in der Politik werden vermehrt Forderungen laut, die deutschen Goldreserven im Wert von derzeit rund 164 Milliarden Euro aus New York abzuziehen.

Der frühere Leiter der Forschungsabteilung der Bundesbank, Emanuel Mönch, sagte dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe): „Angesichts der geopolitischen Situation scheint es aktuell riskant, so viel Gold in den USA zu lagern. Im Sinne einer größeren strategischen Unabhängigkeit von den USA wäre die Bundesbank darum gut beraten, über eine Rückholaktion nachzudenken.“

Auch die finanzpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Katharina Beck, bringt eine Verlagerung ins Spiel. Die Goldreserven seien „ein wichtiger Stabilitäts- und Vertrauensanker. Sie dürfen auf keinen Fall zum Spielball geopolitischer Auseinandersetzungen werden.“ Solange US-Präsident Donald Trump regiert, könne man das wohl am sichersten ausschließen, „wenn die Goldreserven ab jetzt in verwahrt werden“.

Die Bundesbank lagert 1.236 Tonnen Gold bei der regionalen US-Notenbank Fed in New York. Bundesbankpräsident Joachim Nagel lehnt eine Verlagerung ab. Unterstützung erhält er von den Regierungsfraktionen im Bundestag. Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Fritz Güntzler, sagte dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe), es sei sinnvoll, einen Teil der Reserven in den USA zu lagern. „In der aktuellen Lage öffentlichkeitswirksam über einen Abzug der Goldreserven zu spekulieren, ist dagegen nicht förderlich.“

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Die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Frauke Heiligenstadt, kann Sorgen um die Goldreserven nach eigenen Angaben zwar nachvollziehen, rät aber von „Panik“ ab: „Die deutschen Goldreserven sind gut diversifiziert angelegt.“ Die Hälfte liege in Frankfurt, „sodass unsere Handlungsfähigkeit sichergestellt ist“. Der Standort New York sei sinnvoll, denn „Deutschland, Europa und die USA sind finanzpolitisch eng miteinander verbunden“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Hier lagert deutsches Gold: Federal Reserve in New York

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  • Forderungen nach Rückholung der Goldreserven aus New York nehmen zu.
  • Bundesbankpräsident Joachim Nagel lehnt eine Verlagerung der Goldreserven ab.
  • Die Hälfte der deutschen Goldreserven liegt bereits in Frankfurt.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Bundesbank und Bundesregierung
  • Zielgruppen: politische Akteure, Bürger, Finanzexperten
  • Goldreserven: 1.236 Tonnen, Wert: 164 Milliarden Euro, Standort New York

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Geopolitische Risiken erfordern strategische Unabhängigkeit von den USA
  • Goldreserven gelten als Stabilitäts- und Vertrauensanker
  • Teil der Regierung unterstützt Lagerung in den USA zur Stabilität der finanziellen Beziehungen

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