Studie: Klimawandel beschleunigte Untergang der Tang-Dynastie

22. Januar 2026

Hessen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Klima und Gesellschaft im alten China

Gießen () – Klimaveränderungen haben nach einer neuen Studie maßgeblich zum Zusammenbruch der Tang-Dynastie in beigetragen. Das teilte die Justus-Liebig-Universität Gießen am Donnerstag mit, deren Forscher an der interdisziplinären Untersuchung beteiligt waren.

Die Wissenschaftler analysierten, wie Dürren und Überschwemmungen zwischen 800 und 907 nach Christus Gesellschaft und Politik im Norden Chinas beeinflussten.

Die Forscher nutzten Baumringdaten aus dem Einzugsgebiet des Gelben Flusses, um das historische Klima zu rekonstruieren. Demnach führten hydroklimatische Extreme zu Ernteausfällen und Hungersnöten, was die Versorgungssysteme an ihre Grenzen brachte.

Besonders problematisch war der landwirtschaftliche Wandel hin zu wasserintensiveren Kulturen wie Weizen und Reis, während die trockenresistente Hirse an Bedeutung verlor.

Die Unterernährung der Bevölkerung schwächte laut Studie den Grenzschutz im Norden des Reiches und löste Migrationsbewegungen nach Süden aus. Diese Entwicklungen hätten zur politischen Destabilisierung beigetragen und den Untergang der Tang-Dynastie um das Jahr 907 beschleunigt.

Die Forscher betonen jedoch, dass es sich um unsichere Rekonstruktionen handelt und viele Faktoren zusammenspielten.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Blauer Himmel mit Wolken (Archiv)

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  • Betroffen: Bevölkerung im Norden Chinas
  • Stärke: Ernteausfälle und Hungersnöte führten zu Unterernährung und Migration
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  • Klimaveränderungen führten zu Dürren und Überschwemmungen zwischen 800 und 907 n. Chr.
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