Studie sieht Potenzial für Millionen neue E-Auto-Ladestationen
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Elektromobilität: Herausforderungen in Karlsruhe
Karlsruhe () – Der Aufbau eines funktionierenden Ladenetzes für E-Autos ist offenbar günstiger als vielfach angenommen. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) kommt zu dem Schluss, dass mit einem Fördervolumen von 500 Millionen Euro bis zu drei Millionen Stellplätze für das spätere Laden von E-Autos vorbereitet werden könnten, berichten die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Samstagausgaben).
Besonders wirkungsvoll seien zinsgünstige oder zinsfreie Förderkredite mit einem Tilgungszuschuss, heißt es in dem Papier. Der Vorteil solcher Instrumente sei, dass ein überschaubarer Einsatz an Subventionen Milliarden Euro an privaten Investitionen mobilisieren könne.
Auftraggeberin der Studie ist die Denkfabrik „Transport and Environment“ (T&E). Sie macht sich für staatliche Subventionen stark, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Bewohner von Mehrfamilienhäusern zu forcieren. „Wer keine Lademöglichkeit zu Hause hat, ist beim Umstieg auf das E-Auto benachteiligt. Das betrifft vor allem Menschen in Mehrfamilienhäusern – also häufig Haushalte mit mittleren und niedrigeren Einkommen“, sagte T&E-Expertin Susanne Goetz den Zeitungen.
Sie befürchtet, dass von der anstehenden Novellierung der Vorgaben für Ladepunkte an Bewohner-Parkplätzen kaum Impulse für den Ausbau der Infrastruktur ausgehen werden. „Damit zementiert die Bundesregierung eine strukturelle Schieflage der Elektromobilität. Wer im Einfamilienhaus wohnt, kann bequem und günstig laden.“ Millionen Mieter in Mehrfamilienhäusern würden dagegen allein gelassen – „und das dauerhaft“, erklärte Goetz.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | E-Auto-Ladestation (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Studie des Fraunhofer-Instituts: Aufbau eines Ladenetzes für E-Autos günstiger als angenommen.
- Mit 500 Millionen Euro Fördervolumen bis zu drei Millionen Stellplätze für E-Autos möglich.
- Zinsgünstige oder zinsfreie Förderkredite als besonders wirkungsvoll angesehen.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Bewohner von Mehrfamilienhäusern, insbesondere Haushalte mit mittleren und niedrigeren Einkommen
- Fördervolumen von 500 Millionen Euro zur Vorbereitung von bis zu drei Millionen Stellplätzen
- Zinsgünstige oder zinsfreie Förderkredite sollen private Investitionen mobilisieren
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Günstiger Aufbau eines E-Auto-Ladenetzes mit einem Fördervolumen von 500 Millionen Euro
- Zinsgünstige oder zinsfreie Förderkredite können private Investitionen mobilisieren
- Benachteiligung von Menschen in Mehrfamilienhäusern ohne Lademöglichkeiten fördert soziale Ungleichheit bei der Elektromobilität
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Förderung von bis zu 500 Millionen Euro für den Ausbau der Ladeinfrastruktur
- Bereitstellung von zinsgünstigen oder zinsfreien Förderkrediten mit Tilgungszuschuss
- Fokussierung auf die Herausforderungen für Bewohner von Mehrfamilienhäusern bei der Umstellung auf E-Autos
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