Autokonzerne sparten Milliarden durch laxere CO2-Regeln der EU

26. Januar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Auswirkungen der EU-CO2-Vorgaben in Brüssel

/Brüssel () – Die Autoindustrie hat durch die Lockerung der CO2-Vorgaben der EU-Kommission im vergangenen Jahr bis zu 4,2 Milliarden Euro an Strafzahlungen gespart. Das hat der „Spiegel“ auf Basis von Daten der Umweltorganisation ICCT errechnet.

Eigentlich hätten Autohersteller in der EU schon im Jahr 2025 sicherstellen müssen, dass der CO2-Ausstoß ihrer verkauften Neuwagen gegenüber 2021 um 15 Prozent sinkt. Im Juni gewährte die EU den Autoherstellern Zeit bis 2027, um zu hohe CO2-Flottenwerte im einen Jahr in einem anderen auszugleichen. Nun muss ein Hersteller erst Ende 2027 für jedes Gramm, das er im Durchschnitt der Jahre 2025 bis 2027 über seiner Zielvorgabe liegt, 95 Euro pro Fahrzeug zahlen.

Besonders der Volkswagen-Konzern profitiert von dem Aufschub und spart bis zu zwei Milliarden Euro an Strafen, die im Szenario ohne die Regeländerung fällig gewesen wären. Mercedes erreichte seinen Zielwert nur gemeinsam mit seinen Poolpartnern wie Smart oder Volvo, deren Neuwagenflotten deutlich weniger CO2 ausstoßen als erlaubt und daher Verschmutzungsrechte an die Stuttgarter verkaufen können, schreibt das Magazin.

Von den traditionellen deutschen Herstellern unterbot einzig BMW seine Vorgabe schon im Jahr 2025, dank eines Elektroanteils von 27 Prozent.

Siehe auch:  Grüne warnen vor Täuschungsmanöver bei "Sofort-in-Arbeit-Plan"
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Volkswagen (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Autoindustrie sparte durch Lockerung der CO2-Vorgaben bis zu 4,2 Milliarden Euro an Strafzahlungen.
  • EU gewährte Autoherstellern Zeit bis 2027 für den Ausgleich überhöhter CO2-Flottenwerte.
  • Volkswagen spart bis zu zwei Milliarden Euro an Strafen durch Regeländerung.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Autoindustrie, betrifft in erster Linie Volkswagen, Mercedes, BMW
  • Starke Einsparungen: bis zu 4,2 Milliarden Euro an Strafzahlungen, davon bis zu 2 Milliarden Euro für Volkswagen
  • Fristverlängerung bis Ende 2027 für die Erfüllung der CO2-Vorgaben

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Lockerung der CO2-Vorgaben durch die EU-Kommission
  • Verlängerung der Frist bis 2027 zur Einhaltung von CO2-Zielen
  • Finanzielle Ersparnisse durch Aufschub der Strafzahlungen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Lockerung der CO2-Vorgaben bis 2027 umgesetzt
  • Strafen pro überschrittenem CO2-Wert auf 95 Euro pro Fahrzeug festgelegt
  • Zeitliche Flexibilität für Autohersteller zur CO2-Wertausgleichung eingeführt

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