Gedenktag: SPD-Fraktionschef ruft zu Verteidigung der Demokratie auf
Regional - Thüringen - aktuelle Fakten und Einordnung
Gedenken an NS-Opfer in Thüringen
Erfurt () – Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Thüringen, Lutz Liebscher, hat anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zu konsequentem Eintreten für Demokratie und Menschenwürde aufgerufen. Das teilte seine Fraktion am Montag mit.
Der 27. Januar sei kein Datum für Routine, sondern für Haltung, erklärte Liebscher.
Die Verbrechen des Nationalsozialismus hätten mit Entmenschlichung, Abwertung und Ausgrenzung begonnen, weshalb es gelte, den Anfängen zu wehren – in Sprache, Politik und im gesellschaftlichen Umgang.
Liebscher verwies auf aktuelle politische Debatten als Warnsignal. Wenn im Landtag Rechtsextremisten hofiert würden und über Konzepte wie „Remigration“ gesprochen werde, sei das Teil einer Strategie, Menschenrechte zu relativieren und die Gesellschaft zu spalten.
Dem müsse man sich demokratisch und mit klarer Kante entgegenstellen, so der Fraktionsvorsitzende.
Das diesjährige Gedenken stehe im Zeichen der Opfer der NS-„Euthanasie“-Verbrechen. Die damalige Einteilung in „wertvoll“ und „unwert“ sei der Ausgangspunkt unfassbarer Taten gewesen.
Die konsequente Schlussfolgerung müsse heute sein, die unteilbare Menschenwürde jeden Tag zu schützen, sagte Liebscher
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Stolpersteine von Gunter Demnig (Archiv) |
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