Baden-Württemberg startet virtuelle Führungen durch Auschwitz für Schulen
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Bildung und Erinnerungskultur in Baden-Württemberg
Stuttgart () – Als erstes Bundesland bietet Baden-Württemberg ab sofort Schulen virtuelle Live-Führungen durch die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau an. Das teilte das Kultusministerium in Stuttgart mit.
Das Sonderprogramm soll Schülerinnen und Schülern einen eindrücklichen Zugang zu den Verbrechen des NS-Regimes vermitteln und die schulische Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Unrecht ergänzen.
Kultusministerin Theresa Schopper sagte, es sei bedrückend, wie viele junge Menschen kaum noch etwas über den Holocaust wüssten. Der Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus mahne, alles dafür zu tun, dass sich ein solches Menschheitsverbrechen nie wiederhole.
Das Projekt ‚Auschwitz. In front of your eyes‘ wird in Zusammenarbeit mit der Auschwitz-Birkenau Foundation durchgeführt.
Speziell geschulte Guides führen dabei per Kamera durch die Gedenkstätte, erläutern Stationen und beantworten Fragen.
Wojciech Soczewica, Generaldirektor der Stiftung, betonte, Baden-Württemberg übernehme eine Vorreiterrolle. Moderne Technologie könne so genutzt werden, um der jungen Generation die Geschichte von Auschwitz angesichts wachsender antisemitischer Vorfälle nahezubringen.
Die etwa zweistündigen Führungen zeigen auch Lagerbereiche, die vor Ort nicht zugänglich sind, und werden durch Videoeinspielungen und Zeitzeugeninterviews ergänzt. Das Ministerium fördert zudem weiterhin Fahrten zu anderen Gedenkstätten mit jährlich rund 600.000 Euro.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Konzentrationslager Auschwitz (Archiv) |
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