Landkreistag will Entlastung bei Eingliederungs- und Jugendhilfe

27. Januar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Sozialreform und kommunale Finanzen in Berlin

() – Der Präsident des Deutschen Landkreistags, Achim Brötel, hat sich hinter die Reformempfehlungen der Sozialstaatskommission gestellt, aber zugleich geringere Pflichten für die Kommunen im Sozialbereich gefordert. „Die Landkreise stehen für eine kraftvolle Umsetzung der Empfehlungen bereit“, sagte Brötel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittagausgabe). „Unverändert bleibt allerdings: Eine Lösung der dramatischen kommunalen Finanzlage ist damit noch nicht verbunden“, bemängelte er.

Notwendig seien weitere Reformen, auch dort „wo aktuell die großen Kostentreiber sind“, mahnte der kommunale Spitzenvertreter, der auch Landrat im Neckar-Odenwald-Kreis ist. „In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Eingliederungshilfe, die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Hilfe zur Pflege zu nennen.“

Die von der Kommission empfohlene Zusammenführung von Sozialleistungen befürwortete Brötel jedoch. „Ein einheitliches Sozialleistungssystem mit weniger Zuständigkeiten und Schnittstellen bietet einen Mehrwert für alle: Es erleichtert den Menschen den Zugang zu Unterstützung und es entlastet zugleich die Verwaltung“, sagte er. „Gerade die Zusammenführung von Wohngeld, Kinderzuschlag, Bürgergeld und Sozialhilfe wird deutlich mehr Übersicht schaffen und Brüche im Leistungsbezug vermeiden.“

Die Ausgaben der Kommunen für die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sind laut Zahlen des Landkreistags im Jahr 2024 um 13,6 Prozent gestiegen, die Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe um 17,1 Prozent. Der Anstieg von Sozialausgaben trug zu dem wachsenden Finanzierungsdefizit der Kommunen bei. Diese dürfte nach verbreiteter Einschätzung im abgelaufenen Jahr auf rund 30 Milliarden Euro gewachsen sein.

Siehe auch:  CDU-Wirtschaftsrat für Erhöhung des Renteneintrittsalters
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Vier junge Leute auf einer Treppe (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Achim Brötel unterstützt die Reformempfehlungen der Sozialstaatskommission, fordert jedoch geringere Pflichten für Kommunen.
  • Ausgaben für Eingliederungshilfe steigen 2024 um 13,6 Prozent, für Kinder- und Jugendhilfe um 17,1 Prozent.
  • Kommunen haben ein Finanzierungsdefizit von rund 30 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Landkreise in Deutschland
  • Ausgabensteigerungen: Eingliederungshilfe +13,6% und Kinder- und Jugendhilfe +17,1% im Jahr 2024
  • geschätztes Finanzierungsdefizit der Kommunen: rund 30 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Forderung nach geringeren Pflichten für Kommunen im Sozialbereich
  • Dramatische kommunale Finanzlage und steigende Sozialausgaben als Probleme
  • Empfehlung zur Zusammenführung von Sozialleistungen zur Verbesserung des Zugangs und Entlastung der Verwaltung

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