Hessen fordert staatliches Standardprodukt für Altersvorsorge
Hessen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Reform der Altersvorsorge in Wiesbaden
Wiesbaden () – Die hessische Landesregierung sieht im aktuellen Gesetzentwurf des Bundes zur Reform der privaten Altersvorsorge erheblichen Nachbesserungsbedarf. Das teilte Finanzminister Alexander Lorz am Freitag in Wiesbaden mit.
Er kritisierte, dass unter dem geplanten Etikett ‚Standard-Depot‘ Millionen unterschiedlicher Fonds-Kombinationen angeboten werden könnten, was keine echte Vergleichbarkeit schaffe.
Lorz forderte stattdessen ein privatwirtschaftlich geführtes, aber staatlich organisiertes Standardprodukt nach dem Vorbild der sogenannten Deutschland-Rente. Dieses könnte etwa an die Bundesbank angegliedert werden und in direktem Wettbewerb mit privaten Angeboten stehen.
Zudem müsse der steuerliche Sonderausgabenabzug von 1.800 auf 3.000 Euro angehoben werden, um die Inflation seit der letzten Anpassung 2008 auszugleichen.
Der Minister warnte davor, dass Vereinfachungen nicht zulasten von Familien mit niedrigem Einkommen gehen dürften. Außerdem sprach er sich dafür aus, den Kreis der Förderberechtigten deutlich zu erweitern, etwa auf Selbstständige oder idealerweise auf alle Menschen im erwerbsfähigen Alter.
Der Bundesrat berät den Gesetzentwurf an diesem Freitag in erster Lesung.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Sitzung des Bundesrates am 30.01.2026 |
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