Jugendschutz auf Social-Media: Kinderschutzbund gegen Verbot

3. Februar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Debatte um Jugendschutz in Berlin

() – Angesichts der Debatte um ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren fordert der Kinderschutzbund, bereits geltendes Recht auch anzuwenden.

„Es ist an der Zeit, bestehende Gesetze durchzusetzen, bevor man Jugendliche pauschal auszuschließen versucht“, sagte Sabine Andresen, Präsidentin des Kinderschutzbundes, der „Rheinischen Post“ (Dienstag).

Durch ein Verbot würde man die komplexen Risiken für Kinder und Jugendliche im Netz nicht reduzieren. „Jugendliche werden Wege finden, die Systeme zu umgehen, sie werden andere Plattformen finden, um sich zu begegnen und auszutauschen.“ Es gebe bereits Maßnahmen wie eine gestaffelte Freischaltung bestimmter Funktionen je nach Alter sowie niedrigschwellige Meldesysteme für problematische Inhalte. Diese würden aber von den Plattformen „schlicht nicht umgesetzt“, so Andresen.

Die Präsidentin forderte, die Plattformen stärker in die Pflicht zu nehmen. „Ohne sichere Systeme zur Altersfeststellung ist ein Verbot nicht mehr als ein Freifahrtschein für Plattform-Betreiber, alle Bemühungen um den Kinder- und Jugendschutz einzustellen“, sagte Andresen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Junge Leute mit Smartphone (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Kinderschutzbund fordert Durchsetzung bestehender Gesetze zum Kinderschutz im Internet
  • Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren wird als ineffektiv angesehen
  • Plattformen sollen stärker in die Verantwortung genommen werden, insbesondere bei Altersfeststellungen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Jugendliche unter 16 Jahren
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Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Forderung nach Durchsetzung bestehender Gesetze für den Kinderschutz
  • Befürchtung, dass ein Verbot die Risiken im Netz nicht verringert
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bestehende Gesetze zum Schutz von Kindern und Jugendlichen anwenden
  • Plattformbetreiber stärker in die Pflicht nehmen
  • Sicherheitssysteme zur Altersfeststellung implementieren

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