Angespannte Sicherheitslage: Bundeswehr reduziert Präsenz im Irak
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Sicherheitspolitik im Nordirak: Bundeswehr-Reaktionen
Erbil () – Die Bundeswehr bereitet sich offenbar auf eine drohende militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran vor.
Dem „Spiegel“ zufolge hat das Operative Führungskommando entschieden, die deutschen Kräfte im Nordirak deutlich zu reduzieren. Nicht missionskritisches Personal wurde vorsorglich aus dem Irak verlegt. Die Sicherheitsmaßnahme sei wegen der „weiter zunehmenden Spannungen zwischen USA und Iran“ nötig, heißt es in einer Information für den Bundestag.
Die Bundeswehr unterstützt im Irak den Aufbau der lokalen Streitkräfte. Schwerpunkt ist die Kurden-Metropole Erbil im Norden des Irak, in der Hauptstadt Bagdad sind nur noch einzelne Soldaten als Berater eingesetzt. Zuletzt hatte die Bundeswehr für die Mission um die 300 Soldaten im Einsatz. Der größte Teil davon ist allerdings in Jordanien stationiert, wo die Luftwaffe in al-Azraq seit Jahren ein kleines Feldlager betreibt und die internationale Anti-Terror-Koalition unter anderem mit Tankflugzeugen unterstützt.
Bereits Ende Januar wurde die Gefahrenstufe für den Nordirak wegen „der zunehmenden Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung mit Iran“ verschärft. Wegen der gemeinsamen Nutzung von Stützpunkten mit US-Streitkräften bestehe eine „mittelbare Gefährdung“ für die Bundeswehr, so ein aktueller Lagebericht. In der Vergangenheit hatte das iranische Regime in Spannungssituationen mehrfach versucht, US-Streitkräfte im Nordirak mit Raketen anzugreifen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeswehr-Soldat (Archiv) |
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