Werding warnt vor Beamten-Plänen der SPD
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaftliche Bedenken zur Beamtenversorgung in Bochum
Bochum () – Der Wirtschaftsweise Martin Werding warnt vor einer Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung.
„Der Sachverständigenrat hat Reformen der Beamtenversorgung angemahnt, um deren langfristige Finanzierbarkeit zu verbessern. Zugleich könnte dabei sichergestellt werden, dass alle Rentenreformen unmittelbar auch für Beamtinnen und Beamte gelten. Für die Finanzierung des Rentensystems ist dabei aber nichts zu gewinnen, wenn man nicht enorme Finanzierungslöcher in den Haushalten des Bundes und vor allem der Länder und Kommunen aufreißen will“, sagte Werding der „Rheinischen Post“ (Dienstag).
Denn wenn man Beamte in die Rentenkasse einbezieht, muss der Staat Arbeitgeber-Beiträge entrichten. „Nach den Berechnungen des Rates von 2023 geht es 2035 um rund zehn Milliarden Euro, 2040 um 20 Milliarden und 2060 um 70 Milliarden Euro. Die Größenordnung dieser Beträge dürfte immer noch zutreffen. Mehr als zwei Drittel davon entfallen auf die Länder, rund ein Sechstel auf den Bund, der Rest auf die Gemeinden“, so Werding.
Zugleich sagte Werding, dass eine solche Umstellung Jahrzehnte dauern würde: „Wenn der Staat ab sofort für alle neuen Beamtinnen und Beamten in die Rentenversicherung einzahlen müsste, würde das etwa 2070 für alle aktiven Bediensteten gelten. Pensionen bisherigen Stils würden erst nach 2090 verschwinden“, so der Wirtschaftsweise. Martin Werding ist Professor an der Universität Bochum und Mitglied der Alterssicherungskommission der Bundesregierung.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Strand (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Warnung vor Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung
- Umstellung würde Jahrzehnte dauern; vollständige Einbeziehung erst 2070 für aktive Beamte
- Finanzielle Belastungen: 2035 etwa 10 Milliarden Euro, 2040 etwa 20 Milliarden Euro, 2060 etwa 70 Milliarden Euro
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Beamte, insbesondere neue Beamtinnen und Beamte
- Finanzielle Folgen: 2035 etwa 10 Milliarden Euro, 2040 20 Milliarden Euro, 2060 70 Milliarden Euro
- Umsetzung würde Jahrzehnte dauern, 2070 für alle aktiven Bediensteten relevant, Pensionen bisherigen Stils erst nach 2090 verschwunden
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Warnung vor finanziellen Belastungen für Bund und Länder durch Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung
- Hohe zukünftige Kosten für den Staat: 10 Mrd. Euro 2035, 20 Mrd. Euro 2040, 70 Mrd. Euro 2060
- Langfristige Umstellungsdauer: Voller Effekt erst nach 2070, Pensionen im bisherigen Stil bis nach 2090 vorhanden
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Reformen der Beamtenversorgung anmahnen für langfristige Finanzierbarkeit
- Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung vermeiden
- Beiträge des Staates zur Rentenkasse berücksichtigen und Finanzierungsprobleme meiden
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