MTU drängt auf europäischen Kampfjet

12. Februar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Verteidigungspolitik in Europa: MTU fordert Fortschritt

() – Der Münchner Triebwerkhersteller und Dax-Konzern MTU drängt auf eine politische Einigung für den Bau eines europäischen Kampfflugzeugs und unterstützt auch den Vorschlag, zwei Jets herzustellen.

„Die Zeit drängt, es muss zügig eine Entscheidung geben“, sagte der MTU-Vorstandsvorsitzende Johannes Bussmann der „Süddeutschen Zeitung“. Es gehe schließlich um die Verteidigungsfähigkeit Europas. „Wir brauchen ein europäisches Kampfflugzeug“, so Bussmann. Der Eurofighter allein werde nicht die Zukunft sein. Die Alternative wäre, weitere Kampfjets vom Typ F35 in den USA zu bestellen. Aber eine solche Abhängigkeit sei „in dieser neuen Welt gefährlich“.

Zuletzt gab es um das Kampfflieger-Projekt FCAS erheblichen Streit. Bussmann meint dazu: „Was oft übersehen wird: Es sind vor allem zwei Industriepartner, die Schwierigkeiten haben, zusammenzuarbeiten, das sind Airbus und Dassault. Bei den Triebwerkherstellern, also bei MTU und Safran, läuft es zum Beispiel sehr gut.“

MTU unterstütze auch den neuen Vorschlag, zwei Kampfjets zu entwickeln, einen kleineren und einen etwas größeren. Bussmann sprach von einer „zweitbesten Lösung“ und sagte der SZ: „Der Vorteil wäre sogar, dass so die Bedürfnisse der Kunden, also der Streitkräfte der einzelnen Länder, besser befriedigt werden könnten.“ Dabei wäre es günstiger, wenn beide Triebwerke aus dem gleichen Konsortium kämen anstatt aus zwei voneinander losgelösten Entwicklungen.

Siehe auch:  Dax schlägt mit Hoffnungen im Iran-Krieg Erholungskurs ein

MTU will zudem das Militärgeschäft weiter ausbauen. „Mit einem europäischen Vorgehen kann sich unser Umsatzvolumen im Verteidigungsgeschäft in den nächsten zehn Jahren mehr als verdoppeln“, sagte Bussmann. Die Situation in der zeige gerade, dass sich Kriegsführung und Verteidigung massiv ändern. Der MTU-Chef weiter: „Es gibt viele Anwendungsgebiete, bei denen die MTU mit ihren Kompetenzen mitspielen kann. Wiederverwendbare Drohnen etwa, die mit unserer Antriebstechnologie fliegen könnten.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tornado (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • MTU drängt auf politische Einigung für ein europäisches Kampfflugzeug
  • Unterstützung des Vorschlags zur Entwicklung zweier Jets, eines kleineren und eines größeren
  • Ziel: Umsatzvolumen im Militärgeschäft in den nächsten zehn Jahren mehr als verdoppeln

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffenheit: europäische Streitkräfte, insbesondere Deutschland und Frankreich
  • Dringlichkeit: zügige Entscheidung notwendig, Herausforderungen in den nächsten zehn Jahren
  • Umsatzpotential: Verdopplung im Verteidigungsgeschäft zu erwarten

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Dringlichkeit der Entscheidung für ein europäisches Kampfflugzeug zur Sicherstellung der Verteidigungsfähigkeit Europas
  • Schwierigkeiten zwischen den Industriepartnern Airbus und Dassault im Projekt FCAS
  • Notwendigkeit, Abhängigkeit von US-Kampfjets (z.B. F35) zu vermeiden

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Drängen auf politische Einigung für den Bau eines europäischen Kampfflugzeugs
  • Unterstützung des Vorschlags, zwei unterschiedliche Kampfjets zu entwickeln
  • Ausbau des Militärgeschäfts mit Fokus auf Verteidigung und neue Anwendungsgebiete

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




4,2/5 (27 Bewertungen)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH