SPD fordert Altersgrenzen und Algorithmus-Verbot für Jugendliche in sozialen Medien

15. Februar 2026

Niedersachsen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Sozialer Schutz von Jugend in Niedersachsen

() – Die SPD hat ein Positionspapier mit strengeren Regeln für soziale Medien vorgelegt, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen. Das teilte der niedersächsische SPD-Landesvorsitzende und Ministerpräsident Olaf Lies am Sonntag mit.

Zu den Unterzeichnern des Papiers gehören unter anderem die Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer und Manuela Schwesig sowie mehrere Bundestagsabgeordnete.

Kern der Vorschläge ist eine verpflichtende Altersverifikation über die geplante europäische digitale Identitäts-Wallet (EUDI-Wallet). Für Kinder bis 14 Jahre soll demnach ein komplettes Nutzungsverbot für Social-Media-Plattformen gelten.

Jugendliche bis 16 Jahre sollen nur auf eine entschärfte ‚Jugendversion‘ zugreifen dürfen, in der algorithmisch gesteuerte Feeds, personalisierte Inhalte und suchtfördernde Funktionen wie Endlos-Scrollen verboten sind.

Für alle Nutzer ab 16 Jahren sollen algorithmische Empfehlungssysteme standardmäßig deaktiviert sein und nur per ausdrücklicher Einwilligung aktiviert werden können. Olaf Lies kritisierte die Plattformbetreiber scharf: „Was Kinder da beispielsweise an Pornographie, an Cybermobbing oder an gewaltverherrlichenden Bildern und Videos sehen, während sie sich in einer so wichtigen Phase ihrer sozialen und persönlichen Entwicklung befinden, können wir nicht einfach weiter hinnehmen.“

Die SPD will die Vorschläge auf europäischer Ebene im geplanten Digital Fairness Act verankern.

Siehe auch:  16-Jähriger nach Tankstellenüberfall in Gemünden festgenommen
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Junge Frauen mit Smartphone (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Verpflichtende Altersverifikation über die geplante europäische digitale Identitäts-Wallet (EUDI-Wallet)
  • Nutzungsverbot für Social-Media-Plattformen für Kinder bis 14 Jahre
  • Entschärfte 'Jugendversion' für Jugendliche bis 16 Jahre ohne algorithmische Feeds und suchtfördernde Funktionen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Kinder bis 14 Jahre: vollständiges Nutzungsverbot für Social-Media-Plattformen
  • Jugendliche bis 16 Jahre: eingeschränkter Zugang zur 'Jugendversion' ohne problematische Funktionen
  • Nutzer ab 16 Jahren: algorithmische Empfehlungssysteme nur mit ausdrücklicher Einwilligung aktivierbar

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Schutz von Kindern und Jugendlichen vor schädlichen Inhalten in sozialen Medien
  • Verpflichtende Altersverifikation zur Nutzung von Social-Media-Plattformen
  • Kritik an Plattformbetreibern bezüglich der Gefahren durch Pornografie, Cybermobbing und Gewaltinhalte

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einführung einer verpflichtenden Altersverifikation über die europäische digitale Identitäts-Wallet (EUDI-Wallet)
  • Nutzungsverbot für Kinder bis 14 Jahre auf Social-Media-Plattformen
  • Zugang zu einer 'Jugendversion' für Jugendliche bis 16 Jahre ohne algorithmisch gesteuerte Feeds und suchtfördernde Funktionen

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