Juso-Chef hält Social-Media-Verbot für nicht durchsetzbar

16. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Debatte über Jugendschutz in Berlin

() – In der Debatte über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche bleibt Juso-Chef Philipp Türmer skeptisch. Zwar nannte er das am Wochenende von der SPD-Bundestagsfraktion vorgelegte Konzept „durchdachter als pauschale Verbotsforderungen“, eine „zentrale Schwäche“ aber bleibe.

„Es wird so getan, als ließen sich junge Menschen von Plattformen fernhalten. Das wird in der Praxis selten vollständig funktionieren, Jugendliche sind klug und finden Wege“, sagte Türmer dem „Spiegel“. „Verbote dürfen am Ende nicht zu weniger Jugendschutz führen“, so der Juso-Chef. „Darum habe ich bei konkreten Verbotsvorschlägen weiterhin Bedenken und erwarte ein umfassenderes Jugendschutzkonzept, das die Plattformen verbindlich in die Pflicht nimmt.“

Türmer äußerte gleichzeitig scharfe Kritik an den Plattformbetreibern. „Erst letzte Woche behauptete der Instagram-CEO erneut, seine Plattform mache nicht süchtig, obwohl die Konzerne aus eigenen Untersuchungen oft genau wissen, welchen Schaden ihre Produkte anrichten“, kritisierte er. Das dürfe man den Konzernen nicht durchgehen lassen. „Ich bin klar dafür, die Plattformen konsequent in die Verantwortung zu nehmen“, betonte Türmer.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Philipp Türmer (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Juso-Chef Philipp Türmer äußert Skepsis gegenüber einem Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche.
  • Er fordert ein umfassenderes Jugendschutzkonzept, das Plattformen verbindlich in die Pflicht nimmt.
  • Türmer kritisiert die Plattformbetreiber für falsche Aussagen über die Suchtgefahr ihrer Produkte.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Kinder und Jugendliche
  • Region: Deutschland
  • Bedenken gegenüber Verboten und Forderung nach umfassenderem Jugendschutzkonzept

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Skepsis gegenüber pauschalen Social-Media-Verboten für Kinder und Jugendliche
  • Praktische Unmöglichkeit, Jugendliche vollständig von Plattformen fernzuhalten
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Abwarten auf ein umfassenderes Jugendschutzkonzept
  • Plattformbetreiber in die Verantwortung nehmen
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