Jusos trauen neuen CDU-Reformansätzen noch nicht

23. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Soziale Reformen in der Politik Berlin

() – Die Jusos sind trotz des Entgegenkommens beim Thema Reform des Sozialstaats durch den Bundeskanzler weiter skeptisch.

„Das sind neue Töne aus der CDU. Das ist gut. Ich traue dem Braten noch nicht ganz“, sagte der Vorsitzende Philipp Türmer den Sendern RTL und ntv. „Das war eine klare Ansage an seine Partei, dass man den Sozialstaat nicht reformieren kann, indem man den Leuten die Zahnarztleistungen streicht. Ich bin mir noch unsicher, ob sich daran alle in der Union halten. Aber es wäre auf jeden Fall begrüßenswert.“

Angesprochen darauf, welche Reformen die Regierung nun zuerst angehen müsste, antwortete Türmer: „Wir müssen Kapitalerträge zur Finanzierung des Sozialstaats heranziehen.“ Es sei total unfair, dass der gesamte Sozialstaat nur von den Löhnen der Arbeitnehmer bezahlt werde und Menschen, die viele Milliarden an Kapitalerträgen hätten, sich „komplett rausnehmen“.

„Niemand will Kleinsparer treffen. In jedem Fall gäbe es da immer Freibeträge.“ Es gehe ihm um „andere Leute“. So gebe es fast zehn Milliardäre unter 30 in . „Die haben ganz gewiss nicht dafür gearbeitet, sondern die haben das einfach von Mami und Papi geerbt oder geschenkt bekommen. Das ist unfair. Diese Menschen leisten im Moment kaum etwas zur Finanzierung unseres Sozialstaats. Das geht nicht.“

Siehe auch:  Infratest: Union bleibt in der Sonntagsfrage vor der AfD

Dass CSU-Chef Markus Söder zuletzt eine Reform der Erbschaftssteuer kategorisch ausgeschlossen hatte, besorgt den Juso-Chef nicht. „Markus Söder sagt alle drei Tage was anderes, und besonders am Aschermittwoch. Ich bin mir unsicher, ob er sich selbst noch daran erinnern kann, was er da gesagt hat.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Philipp Türmer (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Jusos skeptisch gegenüber Reformvorschlägen des Kanzlers.
  • Forderung, Kapitalerträge zur Finanzierung des Sozialstaats heranzuziehen.
  • Unverständnis über das Verhalten von Milliardären zur Finanzierung des Sozialstaats.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Menschen mit hohen Kapitalerträgen, reiche Erben, Milliardäre unter 30
  • Region: Deutschland
  • Zeitraum: Keine Angabe

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Skepsis der Jusos trotz Entgegenkommen beim Sozialstaat durch den Kanzler
  • Forderung nach fairer Beteiligung von Kapitalerträgen zur Finanzierung des Sozialstaats
  • Unzufriedenheit mit der Erbschaftssteuerregelung und der ungleichen finanziellen Belastung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Ankündigung, Kapitalerträge zur Finanzierung des Sozialstaats heranzuziehen
  • Diskussion über Reformen, um Ungleichheit zwischen Arbeitnehmern und wohlhabenden Erben zu verringern
  • Skepsis gegenüber dem Einhalten von Reformversprechen innerhalb der CDU

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