Bericht: Malmendier scheidet als Wirtschaftsweise aus

23. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftsrat: Malmendier nicht verlängert in Berlin

() – Die Amtszeit von Ulrike Malmendier als Wirtschaftsweise wird offenbar nicht verlängert. Wie das „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf eigene Informationen berichtet, haben das CDU-geführte Wirtschaftsministerium und das Kanzleramt ein Veto gegen die Verlängerung der Ökonomin im Sachverständigenrat eingelegt. Da das Vorschlagsrecht für den Posten Malmendiers bei der CDU liegt, endet Malmendiers Laufzeit in dem Beratergremium Ende Februar.

Das SPD-geführte Finanzministerium hält die Entscheidung für einen Fehler. Malmendier sei eine ausgezeichnete internationale Ökonomin mit hervorragendem Ruf, hieß es. Auch SPD-Fraktionsvize Armand Zorn warf der CDU eine „künstliche Politisierung des Sachverständigenrates“ vor. Die Vorbehalte aus Wirtschaftsministerium und Kanzleramt rühren daher, dass Malmendier nicht als ordnungspolitisch genug gilt, wie es heißt. In der CDU wird kritisiert, dass vier der fünf Ratsmitglieder sich in den vergangenen Jahren von der traditionellen, ausschließlichen ordnungspolitischen Linie des Gremiums wegbewegt hätten, darunter Malmendier.

Die CDU soll für die Nachfolge Malmendiers offenbar eine Präferenz für den Wiener Handelsökonomen Gabriel Felbermayr haben. Allerdings bestehen Zweifel, ob er bereitstünde. Als weiterer Name wird die Ökonomin Nicola Fuchs-Schündeln gehandelt. Sie wurde schon häufiger gefragt, scheute aber bislang die große Bühne. Seit sie 2024 die Leitung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) übernahm, ist sie in der Öffentlichkeit aber präsenter. Als weitere Kandidatin wird Silke Übelmesser gehandelt, die als Anhängerin einer ordnungspolitischen Linie gilt.

Siehe auch:  87-Jähriger fährt Paketzusteller in Berlin-Gesundbrunnen an
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ulrike Malmendier (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Ulrike Malmendiers Amtszeit als Wirtschaftsweise wird nicht verlängert.
  • CDU und Kanzleramt legen Veto gegen ihre Wiederernennung ein.
  • Gabriel Felbermayr wird als potenzieller Nachfolger favorisiert.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Ulrike Malmendier, Sachverständigenrat, CDU-geführtes Wirtschaftsministerium, Kanzleramt, SPD
  • Amtszeit endet Ende Februar
  • mögliche Nachfolger: Gabriel Felbermayr, Nicola Fuchs-Schündeln, Silke Übelmesser

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Veto des CDU-geführten Wirtschaftsministeriums und Kanzleramts gegen Verlängerung von Malmendier
  • Vorbehalte gegen Malmendier wegen vermeintlicher Unordnungspolitik
  • Kritik der SPD an der Politisierung des Sachverständigenrates durch die CDU

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • CDU-geführtes Wirtschaftsministerium und Kanzleramt legen Veto gegen die Verlängerung von Ulrike Malmendier ein.
  • Nachfolgeoptionen wie Gabriel Felbermayr und Nicola Fuchs-Schündeln werden diskutiert.
  • SPD-geführtes Finanzministerium kritisiert die Entscheidung als Fehler und warnt vor politischer Einflussnahme.

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