Gesundheitsökonom will höhere Gebühr für Krankenhausaufenthalte

25. Februar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Deutschland: Zuzahlungen im Fokus

() – Boris Augurzky, Gesundheitsökonom des RWI-Leibniz-Institutes, hat eine Erhöhung der Zuzahlungen im Krankenhaus gefordert.

„Die Zuzahlung im Krankenhaus wurde 2004 eingeführt, für einen Krankenhaustag zahlen Patienten seitdem zehn Euro zu. Diese Zuzahlung sollte der Staat auf 15 Euro erhöhen, um sie an die Inflation anzupassen“, sagte Augurzky der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Das könnte einige Hundert Millionen Euro bringen. Auch beim Friseur haben sich schließlich die Preise erhöht.“

Man müsse alle Gruppen belasten, nicht nur Ärzte und Kliniken, sondern auch die Patienten, so der Essener Ökonom. „Die Älteren gehen häufiger zum Arzt und in die Klinik, sie würden die höheren Zuzahlungen besonders treffen – doch das wäre generationengerecht und steuert. Sonst tragen allein die Beitragszahler die Lasten“, sagte Augurzky. „Statt über Einzelmaßnahmen zu diskutieren, sollte man ein Gesamtpaket diskutieren. Dann sind unpopuläre Maßnahmen auch leichter durchzusetzen.“

Im Streit um freiwillige Kassenleistungen wie Homöopathie widerspricht er dem Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der die Streichung fordert. „Der Vorschlag von Herrn Gassen ist naheliegend, doch er ist nicht zielführend: Wenn der Staat alle freiwilligen Leistungen streicht, mit denen die Kassen in den Wettbewerb gehen können, gibt es keinen großen Wettbewerb mehr“, sagte Augurzky.

Siehe auch:  Rotes Kreuz mahnt bessere Finanzierung von Freiwilligendiensten an
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Krankenhaus (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Erhöhung der Krankenhaus-Zuzahlungen von 10 auf 15 Euro gefordert.
  • Vorschlag könnte Hunderte Millionen Euro generieren.
  • Diskussion über ein Gesamtpaket von Maßnahmen empfohlen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Patienten in Krankenhäusern
  • Erhöhung der Zuzahlung von 10 Euro auf 15 Euro vorgeschlagen
  • besonders betroffen sind ältere Menschen, die häufiger ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Anstieg der Zuzahlungen in Krankenhäusern zur Anpassung an Inflation
  • Finanzielle Entlastung des Gesundheitssystems durch zusätzliche Einnahmen
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Erhöhung der Zuzahlungen im Krankenhaus auf 15 Euro
  • Diskussion eines Gesamtpakets zur Entlastung aller Gruppen
  • Ablehnung der Streichung freiwilliger Kassenleistungen zur Förderung des Wettbewerbs

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