Unternehmen kritisieren Tariftreuegesetz von Bas
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaftspolitik in Berlin: Tariftreuegesetz kritisiert
Berlin () – Für die mittelständische Wirtschaft geht das neue Tariftreuegesetz von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) am Ziel vorbei. Es werde keineswegs zu mehr Tarifbindung führen, erschwere aber den Aufwand für Unternehmen bei staatlichen Aufträgen, sagte Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen und Politik, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„.
„Schon jetzt beteiligen sich viele Unternehmen nicht mehr an öffentlichen Ausschreibungen, weil der Verwaltungsaufwand zu groß ist“, warnte Kirchdörfer. Rund 90 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Familienunternehmen.
Kirchdörfer kritisierte, dass die schwarz-rote Koalition „den Ernst der Lage noch nicht erkannt“ habe. Sie predige Bürokratieabbau, tatsächlich schaffe sie aber neue administrative Hürden für Unternehmen und auch bei den Behörden selbst. „Anstatt Wachstumsbremsen zu lösen, werden neue geschaffen.“
Ähnlich äußerte sich Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, am Donnerstag. „Mit dem Bundestariftreuegesetz widerlegt die Koalition ihre Versprechen zum Bürokratieabbau und wiederholt die Fehler des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes“, sagte er. „Das Gesetz ist verfassungsrechtlich fragwürdig, weil es nicht geeignet ist, den Grad der Tarifbindung zu erhöhen.“
Die Deindustrialisierung sei im vollen Gang, weil die Standortbedingungen so schlecht seien, dass viele Unternehmen am Standort Deutschland nicht mehr rentabel produzieren könnten, so Zander. Bürokratie gehörte dabei zu den vier Standortplagen. „Wie man in dieser Situation allen Ernstes ein solches Gesetz verabschiedet, ist nicht zu erklären oder zu entschuldigen. Es ist eine organisierte Verantwortungslosigkeit der Koalition.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bärbel Bas am 26.02.2026 |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Neues Tariftreuegesetz führt nicht zu mehr Tarifbindung, erhöht aber den Aufwand für Unternehmen.
- Viele Unternehmen ziehen sich bereits wegen hohem Verwaltungsaufwand aus öffentlichen Ausschreibungen zurück.
- Das Gesetz wird als verfassungsrechtlich fragwürdig angesehen und könnte zur Deindustrialisierung führen.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- betrifft die mittelständische Wirtschaft und Familienunternehmen
- rund 90 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Familienunternehmen
- Gesetz könnte zu einer Erhöhung des Verwaltungsaufwands führen und somit öffentliche Ausschreibungen weniger attraktiv machen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Neues Tariftreuegesetz erschwert Aufwand für Unternehmen bei staatlichen Aufträgen
- Viele Unternehmen ziehen sich bereits wegen hohem Verwaltungsaufwand aus öffentlichen Ausschreibungen zurück
- Gesetzentwurf führt zu neuen bürokratischen Hürden statt Bürokratieabbau
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Keine konkreten Maßnahmen genannt
- Kritik an Bürokratiezunahme
- Warnung vor negativen Auswirkungen auf öffentliche Ausschreibungen
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
- Tausende Häftlinge vorzeitig aus Gefängnis entlassen - 20. März 2026
- Lehrerverband sieht Verbot von Messengerdiensten kritisch - 20. März 2026
- Merz will KI-Verordnung komplett auf den Prüfstand stellen - 20. März 2026
