Wirtschaftsinstitute kalkulieren Kriegsfolgen für Deutschland

5. März 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Auswirkungen des Iran-Kriegs in Deutschland

() – Die fünf großen Wirtschaftsforschungsinstitute kalkulieren die Folgen des -Kriegs für unterschiedlich stark.

Das Ifo-Institut in München und das RWI in kommen in vorläufigen Schätzungen jeweils zum Ergebnis, dass der Krieg im Nahen Osten nach derzeitigem Stand das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr um knapp 0,2 Prozentpunkte drücken könnte, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitagsausgabe).

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) rechnet gemäß der derzeitigen Terminkurse an den Öl- und Gasmärkten mit einem Minus von 0,1 und 0,2 Prozentpunkten. Bei einem erwartenden Wirtschaftswachstum von etwa ein Prozent reichen diese negativen Effekte nicht aus, um die moderate Erholung in Deutschland abzuwürgen.

DIW und RWI erwarten nach derzeitigem Stand eine um 0,4 oder um 0,5 Prozentpunkte höhere Inflationsrate in diesem Jahr. Ifo setzt vorläufig ein Plus von 0,2 Prozentpunkten für die Inflation an. „Ausweislich der bisherigen Reaktionen an den Energiemärkten sind die unmittelbaren Folgen für die deutsche Wirtschaft nicht gravierend, sofern der Konflikt auf wenige Monate beschränkt bleibt“, sagte Stefan Kooths, der Konjunkturchef des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in . „Anlass zu nennenswerten Revisionen der Konjunkturaussichten gibt der Irankonflikt bislang nicht.“ Kooths spricht von „überschaubaren Dämpfern.“

Trotz des Krieges „halten wir am Bild einer fragilen Erholung fest“, sagte Oliver Holtemöller vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Er wies darauf hin, dass die Energieversorgung weniger das Problem zu sein scheine.

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Bislang sehen die Konjunkturchefs der Institute den Konflikt im Nahen Osten vor allem als Kostenschock. „Kritisch wird es erst, wenn aus dem Konflikt ein echter Öl- und Transportschock wird, also wenn die Straße von Hormus länger beeinträchtigt bleibt“, sagte Geraldine Dany-Knedlik vom DIW. „Sollten die Rohöl- und Erdgaspreise nur für wenige Monate auf dem aktuellen erhöhten Niveau bleiben, weil der Konflikt schnell beendet wird, dürften die Auswirkungen auf Deutschland gering bleiben“, sagte Timo Wollmershäuser vom Ifo-Institut.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Hamburger Hafen (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Ifo-Institut und RWI schätzen das deutsche Wirtschaftswachstum durch den Iran-Krieg um jeweils 0,2 Prozentpunkte geringer.
  • DIW rechnet mit einem Minus von 0,1 bis 0,2 Prozentpunkten; Auswirkungen unzureichend für signifikante negative Folgen.
  • DIW und RWI erwarten eine Inflationserhöhung um 0,4 bis 0,5 Prozentpunkte, Ifo um 0,2 Prozentpunkte.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Deutschland, Wirtschaft: prognostizierter Rückgang um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte
  • Inflation: Erhöhung um 0,2 bis 0,5 Prozentpunkte in diesem Jahr
  • Zeitrahmen: Auswirkungen werden als gering betitelt, sofern Konflikt nur wenige Monate andauert

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Unterschiedliche Wirtschaftswachstumsprognosen durch fünf große Wirtschaftsforschungsinstitute
  • Negative Effekte des Irankriegs auf das Wirtschaftswachstum in Deutschland
  • Potenzielle Inflationssteigerung aufgrund des Konflikts, jedoch keine gravierenden Auswirkungen erwartet, solange der Konflikt kurz bleibt

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Verschiedene Wirtschaftsforschungsinstitute schätzen die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf das Wachstum unterschiedlich.
  • Keine nennenswerten Revisionen der Konjunkturaussichten aufgrund des Konflikts bislang.
  • Energieversorgung scheint weniger problematisch zu sein, solange der Konflikt kurzfristig bleibt.

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