SPD warnt vor Gefährdung des Wissenschaftsstandorts durch Sparpolitik
Regional - Schleswig-Holstein - aktuelle Fakten und Einordnung
Bildungspolitik in Schleswig-Holstein unter Druck
Kiel () – Die SPD-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein sieht die Hochschulen des Landes durch die Sparpolitik der Landesregierung in einer finanziellen Schieflage. Das teilten die Fraktionsvorsitzende Serpil Midyatli und der bildungspolitische Sprecher Martin Habersaat mit.
Sie haben für die nächste Landtagssitzung einen Berichtsantrag eingebracht, der die Landesregierung zu mehr Transparenz über die finanzielle Lage der Hochschulen auffordert.
Midyatli kritisierte, die politisch verursachte Wiederbesetzungssperre an der Kieler Christian-Albrechts-Universität führe zu weniger Personal, steigender Arbeitsbelastung und schlechteren Studienbedingungen. Forschungsvorhaben würden verzögert oder gar nicht begonnen.
Diese Probleme seien kein Einzelfall, sondern verschärften sich durch unrealistische Vorgaben und strukturelle Unterfinanzierung an allen Hochschulen im Land.
Habersaat ergänzte, die Hochschulen seien durch die Drohung, künftig Tarifsteigerungen möglicherweise nicht mehr zu übernehmen, zur Unterschrift unter die Ziel- und Leistungsvereinbarungen genötigt worden. Die aktuellen Einstellungsstopps seien nur der Anfang, strukturelle Einschnitte in Professuren und ganze Fachbereiche stünden noch bevor.
Er verwies darauf, dass die Landesregierung sehr wohl Millionenbeträge für andere Projekte mobilisiere, etwa für das UKSH oder ein neues Azubiwerk, und forderte, dies auch für die Hochschulen insgesamt zu ermöglichen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Studenten in einer Bibliothek (Archiv) |
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