G20: Hofreiter ermahnt Merz zur Reparatur von Deutschlands Ansehen

22. November 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politische Spannungen beim G20-Gipfel in Südafrika

() – Der Grünen-Politiker Anton Hofreiter hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgefordert, seine Bemerkung über an diesem Samstag beim Treffen mit dessen Präsident Luiz Inácio Lula da Silva während des G20-Gipfels in zu revidieren. „Friedrich Merz steht beim G20-Gipfel in der Verantwortung, den Schaden, den er mit seinen Äußerungen zu Brasilien angerichtet hat, zu begrenzen“, sagte Hofreiter dem „Redaktionsnetzwerk “ (Samstagausgaben). „Es geht darum, das internationale Ansehen Deutschlands so gut wie möglich zu reparieren.“

Hofreiter sagte, es sei wichtig, dass der Kanzler in Johannesburg Gespräche auf Augenhöhe führe. „Deutschland muss weltweit enger mit demokratischen Staaten zusammenarbeiten, und mit Ländern, die sich nicht von den USA oder erpressen lassen wollen.“ Der Vorsitzende des Bundestags-Europaausschusses erklärte, für den Multilateralismus sei die Abwesenheit der Präsidenten der USA und Chinas „eine Chance, die der Kanzler in Südafrika ergreifen sollte“.

Der Außenpolitiker Jürgen Hardt (CDU) sagte dem RND, die G20-Treffen seien immer sinnvoll. „Jeder Regierungschef muss für sich selbst entscheiden, ob er teilnimmt“, so Hardt. Die Ebene der technischen Abstimmung dürfe nicht unterschätzt werden. Bei G20 gehe es auch um wenig ideologische Abstimmungen zur reibungsloseren Kooperation in unterschiedlichen Bereichen. „Dafür braucht man kein Staatsoberhaupt am Verhandlungstisch.“ Die politische Ebene sei in Johannesburg immer noch gut besetzt „und der Kanzler tut gut daran, diese Chance nicht auszulassen“, sagte der CDU-Politiker.

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Merz hatte über den Austragungsort der Weltklimakonferenz im nordbrasilianischen Belém gesagt, alle mitgereisten Journalisten seien froh gewesen, „dass wir vor allen Dingen von diesem Ort, an dem wir da waren“ wieder nach Deutschland zurückgekehrt seien. Lula da Silva hatte daraufhin gekontert, Berlin habe nicht einmal zehn Prozent der Qualität von Belém.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anton Hofreiter (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Anton Hofreiter fordert Bundeskanzler Friedrich Merz auf, seine Äußerungen über Brasilien zu revidieren.
  • Hofreiter betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit demokratischen Staaten.
  • Jürgen Hardt (CDU) hält G20-Treffen für sinnvoll, auch ohne Staatsoberhaupt am Verhandlungstisch.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Friedrich Merz (Bundeskanzler, CDU) und Anton Hofreiter (Grüne)
  • G20-Gipfel in Südafrika, Samstag
  • Internationale Zusammenarbeit mit demokratischen Staaten, Reparatur des internationalen Ansehens Deutschlands

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Friedrich Merz' Bemerkungen über Brasilien schaden dem internationalen Ansehen Deutschlands.
  • Wichtige Gespräche auf Augenhöhe mit demokratischen Staaten sind notwendig.
  • Die Abwesenheit von US- und chinesischen Präsidenten bietet eine Chance für Multilateralismus.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Hofreiter fordert Merz auf, seine Brasilien-Bemerkung zu revidieren.
  • Merz soll den Schaden für Deutschlands internationales Ansehen begrenzen.
  • Deutschland soll enger mit demokratischen Staaten zusammenarbeiten.
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