IW Köln regt "Ausgleichszölle" gegen China an
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: Deutschlands Haltung zu Chinas Marktstrategie
Kölln () – Im Kampf gegen die zunehmende Dominanz der chinesischen Wirtschaft rät das IW Köln der Bundesregierung zur Einführung sogenannter „Ausgleichszölle“.
„Wir brauchen Zölle als Ausgleich für unfairen Wettbewerb, den China mit großer Skrupellosigkeit praktiziert“, sagte IW-Handelsökonom Jürgen Matthes dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„. Es müsse sich dabei aber nicht um Strafzölle handeln. „Zölle sind nicht immer zwangsläufig protektionistisch, auch wenn wir in Deutschland erzogen wurden, so zu denken“, sagte Matthes, der beim Institut der deutschen Wirtschaft das Cluster für internationale Wirtschaftspolitik leitet.
„Zölle zu erheben, ist kein großes Problem. Da gibt es lang etablierte Verfahren“, sagte Matthes dem RND. Nötig sei es lediglich, für verschiedene Sektoren und Produktpaletten zu ermitteln, wie hoch der Anteil des unfairen Wettbewerbs durch Subventionen und Währungsunterbewertung sei. „Ausgleichszölle darf es aber natürlich nur dort geben, wo wir nennenswerte eigene Produktion haben, die in einer Welt ohne Subventionen auch zukunftsfähig ist – siehe Maschinenbau zum Beispiel“, sagte der IW-Experte und ergänzte: „Und wir brauchen diese Zölle schnell.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Markt in Peking (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- IW Köln empfiehlt der Bundesregierung Ausgleichszölle gegen Chinas Dominanz.
- Zölle sollen nicht als Strafzölle, sondern als Mittel gegen unfairen Wettbewerb betrachtet werden.
- Ausgleichszölle sollen nur für Sektoren mit nennenswerter eigener Produktion erhoben werden.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Zielgruppen: Unternehmen der Maschinenbaubranche, Allgemeine Wirtschaft
- Regionen: Deutschland, China
- Fristen: Zölle sollen schnell eingeführt werden, genaue Zahlen bzw. Fristen wurden nicht angegeben
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Zunehmende Dominanz der chinesischen Wirtschaft
- Unfairer Wettbewerb durch Subventionen und Währungsunterbewertung
- Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit eigener Produktionssektoren wie Maschinenbau zu sichern
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Einführung von Ausgleichszöllen gegen unfaire Wettbewerbspraktiken Chinas
- Ermittlung des Anteils unfairen Wettbewerbs in verschiedenen Sektoren
- Schnelle Umsetzung der Zölle, insbesondere in Bereichen mit eigener, zukunftsfähiger Produktion
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