Welthungerhilfe warnt vor weiteren Kürzungen bei humanitären Hilfen

9. März 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe in Deutschland

() – Die Welthungerhilfe warnt vor weiteren Kürzungen bei humanitären Hilfen und in der Entwicklungspolitik.

Dass die Bundesregierung ausgerechnet die Budgets für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe kürze, sei mehr als problematisch, sagte der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Mathias Mogge, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Dieser Sparkurs stehe bei gleichzeitig steigenden Rüstungsausgaben in einem klaren Widerspruch zu dem international vereinbarten Ziel, den Hunger bis 2030 zu beenden. Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe seien „keine Randthemen der Außen- und Sicherheitspolitik, sondern zentrale Investitionen in globale Stabilität und Sicherheit – und müssen entsprechend finanziell priorisiert werden“.

Laut der Welthungerhilfe gehören Kriege und Konflikte zu den wichtigsten Hungertreibern weltweit. Allein 2024 lösten sie demnach 20 Ernährungskrisen aus, von denen fast 140 Millionen Menschen betroffen waren. „Durch die aktuellen Kriege im Nahen und Mittleren Osten ist zu befürchten, dass sich diese Zahlen in Zukunft vervielfachen“, warnte Mogge.

Das Volumen der zwischen Staaten gehandelten schweren Kriegswaffen ist im Fünfjahreszyklus 2021 bis 2025 deutlich um 9,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 bis 2020 gestiegen und so hoch wie seit den 1980er-Jahren nicht mehr, wie aus Daten hervorgeht, die das Stockholmer Internationale Friedensforschungsinstitut (Sipri) nun veröffentlicht hat. Dabei haben die europäischen Staaten ihre Einfuhren von Panzern, Artillerie, Kampfflugzeugen, Raketen etc. mehr als verdreifacht. Demnach überholte knapp und wurde mit einem Anteil von 5,7 Prozent zum viertgrößten Waffenexporteur.

Siehe auch:  Mehrheit unterstützt Mindestalter für Social-Media-Nutzung
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mathias Mogge (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Warnung vor weiteren Kürzungen bei humanitären Hilfen und Entwicklungspolitik von der Welthungerhilfe
  • 20 Ernährungskrisen 2024 durch Kriege und Konflikte, betroffen sind fast 140 Millionen Menschen
  • Volumen des Handels mit schweren Kriegswaffen ist um 9,2 Prozent gestiegen, Deutschland wird viertgrößter Waffenexporteur mit 5,7 Prozent Anteil

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bundesregierung plant Kürzungen bei humanitären Hilfen und Entwicklungszusammenarbeit
  • Zielgruppen: fast 140 Millionen Menschen betroffen von 20 Ernährungskrisen im Jahr 2024
  • Ziel: Hunger bis 2030 beenden, gegenwärtige Rüstungsanhebungen von 9,2 Prozent im Zeitraum 2021-2025

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kürzungen bei humanitären Hilfen und Entwicklungspolitik trotz wachsender Rüstungsausgaben
  • Wachsende Konflikte und Kriege als Hauptursache für steigenden Hunger weltweit
  • Steigende Waffenexporte und militarisierte Politik behindern internationale Entwicklungsziele

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Kürzungen bei humanitären Hilfen und Entwicklungszusammenarbeit stoppen
  • Finanzielle Priorisierung von Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe
  • Steigerung der Rüstungsausgaben hinterfragen

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