Bahn reduziert geplante Arbeitszeit im Fernverkehr
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: DB Fernverkehrs Maßnahmen in Berlin
Berlin () – Die Bahn-Tochter DB Fernverkehr hat zum 1. März die geplante Arbeitszeit des fahrenden Personals aufgrund der vielen Verspätungen um rund eine halbe Stunde reduziert.
Das sagte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson der „Süddeutschen Zeitung“. Außerdem wird bei besonders störanfälligen Zügen jetzt etwa eine halbe Stunde mehr Puffer für Personalübergänge von einem ICE auf den anderen eingeplant, insgesamt sind damit nun bis zu 90 Minuten Pufferzeit möglich.
Beide Maßnahmen sollen die Zugbegleiter, Lokführer und Gastronomie-Mitarbeiter entlasten, die aufgrund der vielen Verspätungen immer häufiger mit zusammenbrechenden Schichtplänen zu kämpfen haben. „Wir alle nehmen die Situation unserer Mitarbeiter sehr ernst“, sagte Peterson. „Wir steuern gegen, wo wir können.“
Bereits im vergangenen Jahr habe DB Fernverkehr 450 zusätzliche Mitarbeiter beschäftigt, um Verspätungen abzupuffern. „In diesem Jahr sind es noch mal 150 mehr, also 600“, sagte Peterson der SZ. „Wir tätigen hierfür große Investitionen.“ Dank eines resilienteren Fahrplans sei es in diesem Jahr bereits gelungen, zweieinhalb Prozentpunkte bei der Pünktlichkeit zu gewinnen. „Aber natürlich kann ich damit nicht 20 Prozentpunkte Unpünktlichkeit kompensieren, die durch kaputte Schienen und Baustellen erzeugt werden“, so Peterson.
Großen Unmut in der Belegschaft hatte zuletzt eine Weisung für Zugbegleiter ausgelöst, in der vom Management sehr kleinteilig Vorgaben für Sauberkeit und Borddurchsagen gemacht wurden. „Die Weisung war in der Form, wie sie geschrieben wurde, für manche Mitarbeiter missverständlich. Das haben wir im Nachhinein auch gesehen“, sagte Peterson nun der SZ. „Daran merken wir, dass wir gar nicht genug kommunizieren können.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | ICE (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Arbeitszeit des fahrenden Personals wurde zum 1. März um rund eine halbe Stunde reduziert.
- Pufferzeit für Personalübergänge von Zügen wurde auf bis zu 90 Minuten erhöht.
- DB Fernverkehr hat im aktuellen Jahr 600 neue Mitarbeiter eingestellt, um Verspätungen abzufangen.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- betrifft Zugbegleiter, Lokführer und Gastronomie-Mitarbeiter
- Pufferzeit bis zu 90 Minuten für Personalübergänge
- 600 zusätzliche Mitarbeiter in diesem Jahr eingestellt
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Reduzierung der Arbeitszeit des fahrenden Personals aufgrund vieler Verspätungen
- Erhöhung der Pufferzeiten bei besonders störanfälligen Zügen
- Unmut in der Belegschaft über missverständliche Weisungen zur Sauberkeit und Borddurchsagen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Arbeitszeit des fahrenden Personals wurde um rund eine halbe Stunde reduziert.
- Zusätzliche Pufferzeiten von bis zu 90 Minuten für besonders störanfällige Züge eingeplant.
- 600 zusätzliche Mitarbeiter werden in diesem Jahr beschäftigt, um Verspätungen abzupuffern.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
- Tausende Häftlinge vorzeitig aus Gefängnis entlassen - 20. März 2026
- Lehrerverband sieht Verbot von Messengerdiensten kritisch - 20. März 2026
- Merz will KI-Verordnung komplett auf den Prüfstand stellen - 20. März 2026
