Ehling kritisiert Antizionismus-Beschluss der Linken

19. März 2026

Niedersachsen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Niedersachsen: Antisemitismus und Zionismus

/ () – Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Janis Ehling, hat den Antizionismus-Beschluss des niedersächsischen Landesverbandes seiner Partei scharf kritisiert.

„Der Beschluss ist Murks. Der ist auch inhaltlich falsch“, sagte Ehling im dem Magazin „Politico“.

Zwar sei es richtig, sich von einem „rechten Zionismus“ abzugrenzen, etwa mit Blick auf die aktuelle israelische Regierung. Eine pauschale Ablehnung des Zionismus gehe jedoch zu weit.

Zugleich wies er den Vorwurf zurück, die Partei habe ein grundsätzliches Antisemitismus-Problem, räumte aber eine „Einseitigkeit“ in Teilen der Partei ein.

„An dem Beispiel sieht man sehr gut, dass wir ein großes Problem gerade mit einer Einseitigkeit haben“, sagte er. Viele neue, vor allem junge Mitglieder hätten sich über den Gaza-Krieg politisiert und nähmen diesen vor allem über soziale Medien wahr.

In der parteiinternen Debatte um Aussagen von Gregor Gysi wies Ehling den Vorwurf zurück, Antisemitismus werde innerhalb der Linken vor allem von migrantischen Mitgliedern getragen.

„Die Aussagen sind einfach nicht richtig“, sagte er. Auf die Frage, ob Gysi die geforderte antirassistische Weiterbildung brauche, plädierte er stattdessen für Dialog.

„Ich glaube, es wäre gut, wenn sich Gregor Gysi auch mit den migrantischen Genossen mal zusammensetzt und sie die unterschiedlichen Perspektiven einfach miteinander austauschen“, so Ehling.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Janis Ehling (Archiv)

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  • Janis Ehling kritisiert den Antizionismus-Beschluss des niedersächsischen Landesverbands der Linken.
  • Er erkennt eine "Einseitigkeit" innerhalb der Partei, insbesondere bei neuen, jungen Mitgliedern.
  • Ehling plädiert für Dialog zwischen Gregor Gysi und migrantischen Mitgliedern, anstatt für antirassistische Weiterbildung.

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