Rufe nach EU-Grenzschließung bei neuer Migrationskrise

19. März 2026

News - aktuelle Fakten und Einordnung

Europäische Grenzpolitik im Fokus: Migration in Brüssel

Brüssel () – und wollen im Fall einer neuen Migrationskrise wegen des -Kriegs die europäischen Außengrenzen schließen.

In einem gemeinsamen Schreiben, über das die FAZ berichtet, fordern die Ministerpräsidentinnen Giorgia Meloni und Mette Frederiksen die Europäische Kommission auf, „Mechanismen zu prüfen, die als Notbremse dienen können und im Falle großer Migrationsbewegungen in Richtung der Union als Fall höherer Gewalt ausgelöst werden können“. Der Brief wurde am Mittwochabend verschickt und am Donnerstagmorgen im Kreis von 14 Regierungschefs in Brüssel erörtert, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Man könne es nicht riskieren, dass sich eine Fluchtbewegung wie 2015/16 wiederhole, schreiben Meloni und Frederiksen zur Begründung. „Das wäre nicht nur eine humanitäre Katastrophe für die direkt betroffenen Menschen, sondern würde auch die Sicherheit und den Zusammenhalt der Union gefährden.“ Es müssten alle Werkzeuge eingesetzt werden, um ein solches Risiko zu mindern, von humanitärer Hilfe für die betroffenen Menschen bis hin zum Grenzschutz. Man dürfe sich nicht abermals überraschen lassen. „Das bedeutet eine weitere Stärkung unserer Grenzen, damit alle Mitgliedstaaten angemessen ausgestattet sind, um sicherzustellen, dass die EU die volle Kontrolle über ihre Außengrenzen hat“, heißt es in dem Brief.

Vorbild für eine Schließung der Außengrenzen wäre das Vorgehen Griechenlands gegenüber der Türkei Anfang 2020 und Polens gegenüber Weißrussland ab Ende 2021. Beide Länder schlossen ihre Grenzübergänge, drängten Personen gewaltsam ab oder brachten sie ohne Prüfung eines Schutzanspruchs dorthin zurück, wo sie hergekommen waren. Die EU-Kommission hatte Ende 2024 dargelegt, dass Mitgliedstaaten im äußersten Fall Schutzsuchende an den Außengrenzen abweisen dürften. Allerdings ging es dabei um „hybride Angriffe“, bei denen Migration als Waffe eingesetzt wird.

Siehe auch:  Inflationsrate steigt im Januar spürbar auf 2,1 Prozent
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Flüchtlinge vor einem Grenzzaun (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Italien und Dänemark planen Schließung der europäischen Außengrenzen bei Migrationskrise durch Iran-Krieg.
  • Ministerpräsidentinnen fordern EU-Kommission zur Prüfung von Notbrems-Mechanismen auf.
  • Vorbilder für Grenzschutz sind Griechenland 2020 und Polen ab 2021.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Italien und Dänemark, Politikerinnen Giorgia Meloni und Mette Frederiksen
  • Europäische Union, insbesondere betroffene Mitgliedstaaten
  • Bezug auf Situation aus 2015/16, Ziel: Vermeidung ähnlicher Fluchtbewegungen, Brief am Mittwochabend verschickt, Diskussion am Donnerstagmorgen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Migrationskrise durch den Iran-Krieg
  • Vermeidung einer Wiederholung der Fluchtbewegungen von 2015/16
  • Stärkung der europäischen Außengrenzen zur Sicherstellung der Kontrolle und Sicherheit der Union

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