Rufe aus SPD nach Rücktritt von Klingbeil und Bas

22. März 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

SPD-Krise in Rheinland-Pfalz und Personaldebatte

() – Nach der Wahlschlappe der SPD in werden Rufe nach einem Rücktritt der Parteivorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas laut.

„An der SPD-Spitze sehe ich – als alleinige Vorsitzende – die erfolgreiche Ministerpräsidentin Anke Rehlinger“, sagte die niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf am Sonntagabend dem „Spiegel“ mit Blick auf die saarländische Regierungschefin. „Sie ist nicht Teil des Kabinetts, ein Vorteil in der jetzigen Situation und `nah bei den Leuten`, was für die zu diskutierende künftige inhaltliche Ausrichtung wichtig ist“, sagte Schröder-Köpf.

Auch in der Bundesregierung müsse es personelle Konsequenzen geben. So solle der amtierende SPD-Chef und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil das Amt des Vizekanzlers abgeben. „Boris Pistorius sollte das Amt des Vizekanzlers übernehmen“, forderte Schröder-Köpf. „Die Deutschen zeigen Woche für Woche in Umfragen, dass er vor allen anderen Politikern das Vertrauen der Bevölkerung genießt“, sagte sie.

Schröder-Köpf warb dafür, dass auch andere sozialdemokratische Ministerpräsidenten eine stärkere Rolle in der Partei spielen. So müssten Manuela Schwesig, Regierungschefin in , und Olaf Lies, Ministerpräsident in , „weiter in herausgehobener Verantwortung bleiben“.

Auch der frühere SPD-Landesvorsitzender von Rheinland-Pfalz Roger Lewentz forderte Trennung von SPD-Vorsitz und Ministeramt: Die SPD brauche „einen Kümmerer“, der der Partei mehr Sichtbarkeit verschaffe und nicht schon nebenbei mit einem Ministeramt „extremst gefordert“ sei, sagte Lewentz dem Fernsehsender „Welt“.

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Eine Aufteilung von Ministerämtern und Parteiführung müssten nun „die Gremien auf der Bundesebene miteinander diskutieren; ich glaube aber, die SPD braucht eine viel stärkere Wahrnehmung als Partei“. Damit meine er „nicht Streit in der Regierung, sondern als Partei mit unseren Themen – soziale Gerechtigkeit und anderen – wirklich wahrgenommen zu werden“, so Lewentz. „Das ist offenkundig auf Berliner Ebene im Moment nicht gelungen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bärbel Bas und Lars Klingbeil (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

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  • Anke Rehlinger als alleinige Vorsitzende empfohlen
  • Lars Klingbeil solle das Amt des Vizekanzlers abgeben, Boris Pistorius als Nachfolger vorgeschlagen

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  • SPD, insbesondere Lars Klingbeil und Bärbel Bas, betrifft die gesamte Partei
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  • Forderung nach personellen Konsequenzen in der Bundesregierung, insbesondere für Lars Klingbeil

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  • Forderung nach Rücktritt von Lars Klingbeil und Bärbel Bas
  • Empfehlung, Boris Pistorius als neuen Vizekanzler zu ernennen
  • Diskussion über Trennung von Parteivorsitz und Ministerämtern in den Gremien der SPD
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