Miersch gesetzlichen Anspruch auf schnelle Facharzttermine
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesundheitspolitik in Berlin: Reformansätze vorgestellt
Berlin () – SPD-Fraktionschef Matthias Miersch fordert Budgetkürzungen für Fachärzte, die gesetzlich Krankenversicherte zu lange auf einen Termin warten lassen.
„Es ist nicht gerecht, dass Privatversicherte viel schneller einen Facharzttermin bekommen als gesetzlich Versicherte“, sagte Miersch dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„. „Da muss der Gesetzgeber handeln und Fehlanreize beseitigen.“
Es brauche einen gesetzlichen Anspruch auf einen zeitnahen Termin beim Facharzt, denkbar sei eine Frist von drei Wochen. „Das lässt sich beispielsweise mit einem Bonus-Malus-System in der Ärztevergütung koppeln: Wer keine Termine anbietet, dessen Budget sinkt. Alternativ könnte das Geld dann an Kliniken gehen, die mit ambulanten Arztterminen einspringen.“
Für die Kosten von Pflegeplätzen brachte Miersch eine Deckelung der Eigenanteile sowie eine stärkere Beteiligung der privaten Pflegeversicherung ins Gespräch. „Wenn das mühsam Ersparte innerhalb weniger Monate wegschmilzt, fühlt sich das für die Betroffenen wie eine Enteignung ihrer Lebensleistung an“, sagte er.
„Der Eigenanteil muss spürbar sinken – wenn wir ihn nicht sogar deckeln können. Die private Pflegeversicherung beteiligt sich an den allgemeinen Kosten in keiner Weise ausreichend. Auch das sollte geändert werden, um das Gefühl von Gerechtigkeit zu erhöhen und den Menschen die Angst vor dem Ruin im Alter zu nehmen.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Matthias Miersch am 24.03.2026 |
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