Eltern sehen bei Digitalisierung von Schulen großen Nachholbedarf
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Digitalisierung der Schulen in Deutschland
Berlin () – Eltern sehen bei der Digitalisierung von Deutschlands Schulen noch immer großen Nachholbedarf. Das ergab eine Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom, die am Dienstag veröffentlicht wurde.
Im Schnitt geben sie der digitalen Gestaltung des Schulunterrichts ihrer Kinder demnach nur die Note 3,3 („befriedigend“). 17 Prozent bewerten sie nur als „ausreichend“, zehn Prozent als „mangelhaft“ und fünf Prozent sogar als „ungenügend“. 42 Prozent vergeben immerhin ein „befriedigend“, aber nur eine Minderheit bewertet die Digitalität des Unterrichts als „gut“ (17 Prozent) oder „sehr gut“ (vier Prozent).
Der Digitalisierungsstand an Deutschlands Schulen geht aus elterlicher Sicht an der späteren Lebensrealität vorbei: 85 Prozent meinen, die Schule bereite Kinder und Jugendliche nicht ausreichend auf die digitale Arbeitswelt vor. So fordern zwei Drittel der Eltern (65 Prozent) dringend mehr Geld für die Digitalisierung an Schulen.
Zusätzlich zum Einsatz digitaler Technologien und Plattformen im Unterricht wünschen sich Eltern, dass ihre Kinder in der Schule mehr über die digitale Welt lernen. So befürworten 79 Prozent, die Vermittlung von Medien- und Digitalkompetenz in den Lehrplänen zu verankern. Konkret wünscht sich jedes vierte Elternteil (24 Prozent), ihre Kinder würden in der Schule den Umgang mit KI lernen. 62 Prozent befürworten Informatik als Pflichtfach für alle Schüler. Gleichzeitig empfinden 69 Prozent der Eltern die meisten Lehrkräfte als nicht ausreichend geschult, um Medien- und Digitalkompetenzen zu vermitteln. Entsprechend fordern 63 Prozent, Lehrkräfte sollten sich verpflichtend zu digitalen Kompetenzen weiterbilden.
Für die Erhebung befragte Bitkom Research telefonisch 1.004 Eltern in Deutschland von Kindern zwischen sechs und 18 Jahren. Die Befragung fand im Zeitraum von der 22. bis zur 27. Kalenderwoche 2025 statt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Klassenraum in einer Schule (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Durchschnittliche Bewertung der digitalen Gestaltung des Schulunterrichts durch Eltern: Note 3,3 ("befriedigend")
- 85 Prozent der Eltern sind der Meinung, dass Schulen nicht ausreichend auf die digitale Arbeitswelt vorbereiten
- 79 Prozent der Eltern wünschen sich die Vermittlung von Medien- und Digitalkompetenz im Lehrplan
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Eltern in Deutschland von Kindern zwischen sechs und 18 Jahren
- Digitalisierungsstand als "befriedigend" (Note 3,3) bewertet
- Zeitraum der Befragung: 22. bis 27. Kalenderwoche 2025
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Eltern bewerten die digitale Gestaltung des Schulunterrichts überwiegend als ungenügend.
- 85 Prozent der Eltern glauben, dass Schulen ihre Kinder nicht ausreichend auf die digitale Arbeitswelt vorbereiten.
- Hohe Nachfrage nach mehr Geld für Digitalisierung und spezifischen Kursen zur Medienkompetenz in Schulen.
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Mehr Geld für Digitalisierung an Schulen fordern (65 Prozent der Eltern).
- Medien- und Digitalkompetenz in Lehrplänen verankern (79 Prozent befürworten).
- Lehrkräfte sollen verpflichtend zu digitalen Kompetenzen weitergebildet werden (63 Prozent der Eltern).
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