Fegebank rät Grünen zu mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten

25. November 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Grüne Politik in Hamburg: Mut zu Wahrheiten

() – Vor der am Freitag beginnenden Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen hat Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank von ihrer Partei mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten verlangt. „Man darf den Menschen reinen Wein einschenken – gerade auch in der Debatte um die Zukunft unserer sozialen Sicherungssysteme“, sagte Fegebank der „Welt“.

Zu spalterischen Vokabeln – „Klassenkampf“ – wie sie der Bundesvorsitzende der Grünen Felix Banaszak zuletzt verwandt hatte, ging Fegebank dagegen auf Distanz. Zwar sei es richtig, darüber zu reden, wie in Reichtum verteilt werde. „Auf die verwendete Klassenkampf-Rhetorik würde ich lieber verzichten. Wir müssen darüber sprechen, ohne ein `die einen gegen die anderen` zu triggern. Genau aus diesem Modus müssen wir raus“, so die Zweite Bürgermeisterin der Hansestadt.

Mit Blick auf den künftigen Kurs der Grünen empfahl Fegebank auch einen Blick nach . „Es lohnt sich immer, auf das zu schauen, was uns erfolgreich gemacht hat. Das ist bis heute der Kurs von Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg, der uns seit 2011 über das Amt des Ministerpräsidenten sehr tief in der Gesellschaft verwurzelt hat. In Hamburg haben wir etwas andere, städtisch geprägte Voraussetzungen, aber auch hier fahren wir immer einen Kurs der Vernunft und des Fortschritts, ohne dabei zu überdrehen.“

Die Landtagswahl im Südwesten im kommenden Frühjahr sei für die Zukunft der Partei entscheidend, findet Fegebank. „Ich will den Druck nicht zu hoch drehen, aber Baden-Württemberg ist für uns als Partei sehr, sehr relevant.“ Der Rückstand in den Umfragen für die Wahl in Baden-Württemberg seien „aufholbar“. „Das hat Winfried Kretschmann schon einmal geschafft. Cem Özdemir kann das auch.“

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Wichtig werde unter anderem sein, dass ihre Partei bei der kontroversen Debatte um das Verbrenner-Aus die Ruhe bewahre. „Die Zukunft des Autos ist in jedem Fall elektrisch, das wird doch gerade in den vergangenen Wochen und Monaten immer offensichtlicher. Gleichzeitig muss man die besondere Lage des Bundeslandes respektieren – hohe Identifikation mit der Branche, viele Arbeitsplätze, auch bei den Zulieferern. Da kann man mit bestimmten Entscheidungen schnell eine ganze Region in Schockstarre versetzen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Katharina Fegebank (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

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  • Katharina Fegebank fordert mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten in der Debatte um soziale Sicherungssysteme.
  • Sie distanziert sich von spalterischer Rhetorik und plädiert für einen Dialog ohne Klassenkampf-Begrifflichkeiten.
  • Die Landtagswahl in Baden-Württemberg im kommenden Frühjahr wird als entscheidend für die Zukunft der Grünen betrachtet.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft die Grünen und deren Mitglieder
  • betrifft vor allem Baden-Württemberg und Hamburg
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Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Forderung nach mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten in der Diskussion um soziale Sicherungssysteme
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Forderung nach mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten in der Parteidebatte
  • Empfehlung, auf Klassenkampf-Rhetorik zu verzichten und stattdessen inklusiv zu kommunizieren
  • Betonung der Wichtigkeit der Landtagswahl in Baden-Württemberg für die Zukunft der Partei

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