SPD dämpft Erwartungen an Klingbeils Ehegattensplitting-Reform

2. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Reform des Ehegattensplittings in Berlin

() – Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) stößt mit seinem Vorschlag für eine Nachfolge des Ehegattensplittings in seiner eigenen Partei wie auch der Opposition auf Zustimmung aber auch Kritik.

„Seit Jahrzehnten drückt das Ehegattensplitting unzählige Frauen in die Teilzeitfalle“, sagte SPD-Fraktionsvize Wiebke Esdar dem „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe). Es stamme aus einer Zeit klarer Rollenbilder, wonach der Mann das Geld verdiene und die Frau die unbezahlte Care-Arbeit übernehme. „Gut, dass Lars Klingbeil endlich den Mut hat, dieses veraltete System anzupacken“, sagte Esdar.

Gleichzeitig räumte die SPD-Politikerin ein, dass die Vorschläge nicht weit genug gingen. „Mit einer Steuerreform allein holen wir keine Frau aus der Teilzeitfalle“, sagte Esdar. Solange Eltern jeden Morgen um Kita-Plätze kämpfen und Betreuungslücken stopfen müssten, werde sich wenig ändern. „Als berufstätige Mutter weiß ich genau, wie anstrengend dieses tägliche Jonglieren ist.“ Wer mehr Erwerbsarbeit erwarte, müsse eine Infrastruktur schaffen, die das auch möglich mache. Dazu zählt sie: verlässliche Kitas, eine gute Ganztagsbetreuung und flexible Zeiten.

Bei Grünen und Linken hält man eine Reform des Ehegattensplittings schon lange für geboten. Doch ihnen gehen Klingbeils Pläne ebenfalls nicht weit genug. „Wer aus der `Teilzeitfalle` raus will, braucht meistens auch Entlastung von Sorgeverantwortung, also dass ausreichend in Kitas und Pflege investiert wird“, sagte Doris Achwelwilm, steuerpolitische Sprecherin der Linksfraktion, der Zeitung. Aussagen in diese Richtung würden Union und SPD jedoch keine liefern. Trotzdem wolle man Klingbeils Vorschläge vor allem in Bezug auf Verteilungs- und Geschlechtergerechtigkeit prüfen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Finanzamt (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Zustimmung und Kritik an Klingbeils Vorschlag für Nachfolge des Ehegattensplittings in SPD und Opposition.
  • Kritik an unzureichenden Maßnahmen für Frauen in der Teilzeitfalle; Forderung nach verbesserter Infrastruktur wie Kitas und Betreuung.
  • Grüne und Linke fordern stärkere Entlastungen von Sorgeverantwortung und mehr Investitionen in Kitas und Pflege.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Frauen, berufstätige Mütter, Steuerzahler
  • Regionen: Deutschland
  • Diskussion über Ehegattensplitting, Notwendigkeit von Infrastruktur (Kitas, Ganztagsbetreuung)
  • Kritik an unzureichenden Vorschlägen, Forderung nach mehr Investitionen in Betreuung
  • Zeitrahmen: keine konkreten Fristen angegeben

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ehegattensplitting drückt Frauen in die Teilzeitfalle
  • Veraltete Rollenbilder fördern ungleiche Verteilung von Erwerbs- und Care-Arbeit
  • Mangelnde Infrastruktur (Kitas, Ganztagsbetreuung, flexible Zeiten) hindert berufstätige Mütter daran, Vollzeit zu arbeiten

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Prüfung von Klingbeils Vorschlägen zur Reform des Ehegattensplittings
  • Forderung nach besseren Kita-Plätzen und flexibler Betreuung
  • Diskussion über Verteilungsgerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit in der Steuerpolitik
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