Kubicki bekommt im FDP-Vorstand viel Unterstützung

6. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

FDP: Machtkampf um Parteiführung in Berlin

() – Im sich anbahnenden Machtkampf um den FDP-Chefposten bekommt Wolfgang Kubicki aus dem Parteivorstand weitere Unterstützung – nachdem Noch-Parteichef Christian Dürr die eigene erneute Kandidatur zurückgezogen und sich hinter den 74-Jährigen gestellt hat.

„Als jüngstes Mitglied im Bundesvorstand unterstütze ich die Kandidatur von Wolfgang Kubicki“, sagte Marko Miholic, Bremens stellvertretender FDP-Chef, der . Kubicki präsentiere sich „als freier Mensch und strahlt authentisch ein Lebensgefühl der Freiheit auch im hohen Alter aus“. Kubicki sei zwar „nicht die langfristige Zukunft, aber aktuell der beste“, der der Partei eine Zukunft hinterlassen könne.

„Wolfgang Kubicki war bereits während meiner Zeit als Bundestagsabgeordneter ein geschätzter Freund und Kollege“, sagte Muhanad Al-Halak, der ebenfalls als Beisitzer im Vorstand sitzt, der . „Ich halte ihn in der aktuellen Lage der FDP für die richtige Persönlichkeit, um Orientierung zu geben und den notwendigen Wiederaufstieg der Partei aktiv zu gestalten.“

Unterstützung bekommt Kubicki auch aus dem Saarland: „Die FDP braucht an der Spitze jemanden mit scharfem Profil bei den Kernthemen, mit Mut, kontroverse Themen klar anzusprechen und Gegenwind auszuhalten“, sagte die Saar-Landesvorsitzende Angelika Hießerich-Peter. Als Bundesvorsitzende des Liberalen Mittelstands habe sie zudem die Erwartung, dass wirtschaftliche Vernunft und Freiheit im Sinne des Mittelstands und der KMU wieder stärker in den Fokus der Debatte gestellt würden – Kubicki sei derjenige, „der dieses Anforderungsprofil erfüllt“.

Mit Katja Hessel und Karl-Heinz Paqué kann Kubicki nach Informationen der zwei weitere Vorstandsmitglieder klar auf seiner Seite verbuchen.

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Zurückhaltend bis unentschlossen reagierten dagegen die Vorstandsmitglieder Christopher Vogt, Landesvorsitzender der FDP , Steven Wink, derzeit noch Fraktionsvorsitzender der sich in Auflösung befindlichen FDP-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Finn Ole Ritter, Landesvorsitzender der FDP , Helmer Krane, Mitglied der „Task Force Parteireform“, Thorsten Lieb, Chef der -FDP und Hans-Ulrich Rülke, Noch-Chef der FDP in .

Für NRW-Landeschef Henning Höne, der auf dem FDP-Bundesparteitag Ende Mai ebenfalls als Parteichef kandidieren will, sprach sich öffentlich Marie-Agnes Strack-Zimmermann aus, ansonsten wollte sich für ihn auf dts-Anfrage aber zunächst niemand aus dem FDP-Vorstand positionieren.

Der Ex-Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle, mittlerweile als Rechtsanwalt tätig aber formal noch Beisitzer im FDP-Bundesvorstand, reagierte auf der Plattform LinkedIn immerhin zustimmend auf einen Kubicki-kritischen Kommentar: „Kubicki wird die Partei scharf rechtspopulistisch positionieren“, schrieb dort der Autor Dominik Höch. „Also quasi AfD ohne Nazi-Sprüche, aber mit der Behauptung der Genscher-Legacy der FDP. Was völlig durchschaubar Unsinn ist.“

Kuhle klickte unter dem Beitrag auf „Gefällt mir“, was wiederum dem Springer-Manager Ulf Poschardt auffiel: Kuhle sei damit bei „4,7 auf der nach oben offenen Wissingskala“, Kubicki dagegen „die letzte Chance auf eine Wiederauferstehung der FDP“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wolfgang Kubicki (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Wolfgang Kubicki erhält Unterstützung von weiteren Vorstandsmitgliedern der FDP nach der Rückziehung von Christian Dürrs Kandidatur.
  • Marko Miholic und Angelika Hießerich-Peter äußern sich positiv zu Kubickis Kandidatur für den FDP-Vorsitz.
  • Henning Höne plant ebenfalls, als Parteichef zu kandidieren, jedoch gibt es keine klare Unterstützung aus dem Vorstand.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Wolfgang Kubicki, 74 Jahre alt, erhält Unterstützung von FDP-Vorstandsmitgliedern
  • Zielgruppe: Mitglieder und Wähler der FDP, insbesondere in Bremen und dem Saarland
  • Frist: Bundesparteitag Ende Mai, an dem Henning Höne ebenfalls kandidieren will

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Unterstützung für Wolfgang Kubicki aus dem Parteivorstand nach Rückzug von Christian Dürr
  • Kubicki wird als authentisch und erfahren beschrieben, was ihm Rückhalt gibt
  • Die FDP benötigt eine starke Führung, die kontroverse Themen anpackt und wirtschaftliche Vernunft fördert

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Unterstützung von Wolfgang Kubicki aus mehreren Landesverbänden der FDP
  • Rückzug des Noch-Parteichefs Christian Dürr zugunsten von Kubicki
  • Diskussion über Profil und Richtung der FDP sowie deren Wiederaufstieg
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH