Hubertz hofft auf neue Impulse für Wohnungsbau durch Sondervermögen

26. November 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Baupolitik in Deutschland: Herausforderungen und Initiativen

() – Nachdem im vergangenen Jahr in nur gut 250.000 Wohnungen fertiggestellt worden sind, hat sich Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) für das laufende Jahr skeptisch geäußert. „Wir rechnen mit einem schlechteren Ergebnis“, sagte Hubertz dem „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe). „Wir tun gerade, was wir können, wenngleich der Zauberstab nächstes Jahr noch keine rosa-rote Welt zeichnen wird.“

Hubertz kündigte an, 800 Millionen Euro aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz dafür einzusetzen, dass geplante, aber noch nicht begonnene Projekte schnell realisiert werden. „Wir gehen mit einem spürbaren Impuls rein“, sagte die SPD-Politikerin. Das Programm soll demnach am 16. Dezember starten. Den Zinssatz wird die KfW kurz vorher bekannt geben. „Bauwirtschaft und Privatleute haben die Pläne in den Schubladen“, erklärte die Ministerin. „Nun können sie ihre Bauvorhaben angehen.“

Laut Hubertz sind derzeit rund 760.000 Wohnungen bundesweit im Bauüberhang. Die 800 Millionen Euro sollen für Wohnungen in „einer hohen fünfstelligen Zahl“ reichen. Dafür werde wieder der Effizienzhausstandard 55 (EH 55) gefördert, der zuletzt nicht mehr förderfähig gewesen sei. Allerdings müsse die Wärme in den Neubauten zu hundert Prozent mit erneuerbaren Energien erzeugt werden. „Wer eine Baugenehmigung hat, kann bis zu 100.000 Euro pro Haus oder Wohnung an zinsverbilligten Krediten beantragen, solange der Fördertopf gefüllt ist“, erklärte Hubertz.

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Eine Baugenehmigung könne auch jetzt noch beantragt werden. Kommunen könnten einen Zuschuss von fünf Prozent erhalten. Hubertz stellte klar: „Das Geld geht nach dem Windhundprinzip weg. Wer schnell einen Antrag stellt, kommt zum Zuge.“ Sie könne nicht prognostizieren, wie lange die Mittel reichten. „Es ist klar, dass das Programm zeitlich befristet ist“, sagte Hubertz dem „Handelsblatt“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Verena Hubertz (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundesbauministerin Verena Hubertz rechnet für 2023 mit einem schlechteren Ergebnis bei den Wohnungsfertigstellungen als 2022.
  • 800 Millionen Euro aus dem Sondervermögen werden zur schnellen Realisierung geplanter Bauprojekte eingesetzt.
  • Das Programm startet am 16. Dezember; KfW gibt Zinssatz kurz vorher bekannt.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD)
  • 800 Millionen Euro für Wohnungsbauprojekte
  • Programmstart am 16. Dezember; zinsverbilligte Kredite bis zu 100.000 Euro pro Haus oder Wohnung verfügbar

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • nur 250.000 Wohnungen 2022 fertiggestellt
  • Erwartung eines schlechteren Ergebnisses für 2023
  • 800 Millionen Euro für beschleunigte Projektumsetzung vorgesehen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • 800 Millionen Euro aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz zur schnellen Realisierung geplanter Projekte einsetzen
  • Effizienzhausstandard 55 (EH 55) wieder fördern, Neubauten müssen zu 100% mit erneuerbaren Energien beheizt werden
  • Kommunen können 5% Zuschuss erhalten, Anträge nach Windhundprinzip bearbeiten
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