Münchner zu elf Jahren Haft verurteilt

14. April 2026

Bayern - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Schockierendes Urteil in München

() – Das Landgericht München I hat einen 28-jährigen Mann wegen versuchten Mordes, besonders schwerer Vergewaltigung und weiterer Delikte zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und drei Monaten verurteilt. Das teilte das Oberlandesgericht München am Montag mit.

Das Schwurgericht ordnete zudem den Vorbehalt der Sicherungsverwahrung an.

Der Vorsitzende Richter bezeichnete die Straftaten des Angeklagten als „monströs“, „hoch professionell“ und „menschen- und frauenverachtend“. Dem Gericht zufolge habe der Mann seine damalige Partnerin in sieben Fällen mit einer Kombination aus drei Narkosemitteln betäubt und dann vergewaltigt.

In einem Fall habe sich die Tat über mehr als drei Stunden hingezogen, hieß es. Die Taten habe der Angeklagte gefilmt und die Videos gespeichert, so das Gericht.

Ein Foto habe er über einen Telegram-Chat geteilt. Über solche Chats sei er laut Gericht auch mit weiteren Beschuldigten in Frankfurt und in Kontakt gestanden.

Das Gericht sah in zwei Fällen versuchten Mordes als erwiesen an, da der Angeklagte wissentlich eine lebensgefährliche Narkosemittelkombination angewandt habe und nichts unternommen habe, um das Leben der Frau zu retten. Zugunsten des bislang nicht vorbestraften Angeklagten wertete das Gericht einen Täter-Opfer-Ausgleich, bei dem er 20.000 Euro zahlte, sowie sein Geständnis.

Siehe auch:  Jugendlicher bei E-Scooter-Unfall in Tempelhof schwer verletzt

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; die Revision zum Bundesgerichtshof kann binnen einer Woche eingelegt werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Justicia (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 28-jähriger Mann zu 11 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt
  • Vorbehalt der Sicherungsverwahrung angeordnet
  • Gericht bezeichnete Taten als "monströs" und "hoch professionell"

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Frauen, potenzielle Opfer sexualisierter Gewalt
  • Region: München, Frankfurt, Berlin
  • Zeitraum: Urteil noch nicht rechtskräftig, Revision binnen einer Woche möglich

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • versuchter Mord und schwere Vergewaltigung
  • Anwendung von Narkosemitteln zur Betäubung der Partnerin
  • Tat dokumentiert und in sozialen Medien geteilt

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Verurteilung des Angeklagten zu elf Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe
  • Anordnung der Sicherungsverwahrung
  • Möglichkeit der Revision zum Bundesgerichtshof binnen einer Woche
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH