Hormus-Mission: Regierung bietet Teilnahme von Minenjagdbooten an
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Sicherheitspolitik: Deutsche Beteiligung im Golfgebiet
Berlin () – Die Bundesregierung ist bereit, die Bundeswehr an einer möglichen Mission zur Sicherung der Straße von Hormus mit Kapazitäten zum Minenräumen und zur Seeaufklärung zu beteiligen. Dieses Angebot will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) offenbar an diesem Freitag bei einem Treffen in Paris unterbreiten, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitagausgabe). Auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und des britischen Premierministers Keir Starmer nehmen sowohl Merz als auch die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni an der Sitzung teil. Zahlreiche weitere Unterstützer einer möglichen Mission am Golf sollen zugeschaltet werden.
Einbringen soll die Bundeswehr sich laut SZ insbesondere durch ihre Fähigkeiten beim Minenräumen. Die Bundeswehr verfügt über zehn spezialisierte Minenjagdboote vom Typ MJ332 zur Ortung und Vernichtung von Minen. Zur Seeaufklärung soll die Bundeswehr außerdem von ihrer seit 2002 bestehenden strategisch günstig gelegenen Marinelogistikbasis in Dschibuti beitragen. Teil der Überlegungen ist außerdem eine Entlastung der Nato-Partner im Nordatlantik.
Bedingung für eine deutsche Beteiligung ist ein vorheriges Ende der Feindseligkeiten, eine internationale Mission und ein Mandat, vorzugsweise durch die Vereinten Nationen. Außerdem ist ein Beschluss des Bundestages erforderlich. Aus deutscher Sicht müssten die USA nach in der Mission keine Kommandofunktionen ausüben, sollen aber präsent und eingebunden sein. Kanzler Merz poche außerdem auf ein tragfähiges politisches und militärisches Konzept, hieß es. Er wird bereits am Donnerstagabend in Paris erwartet.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Deutsches Kriegsschiff (Archiv) |
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