Gesundheitsministerium will bei Krankengeld und Zahnersatz kürzen

16. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Deutschland: Reformen und Einsparungen

() – Zur Stabilisierung der Krankenkassen will die Bundesregierung das Krankengeld und die Erstattung beim Zahnersatz reduzieren.

„Vor dem Hintergrund des im internationalen Vergleich verhältnismäßig hohen Absicherungsniveaus durch die Lohnfortzahlung und Krankengeldleistungen erscheint eine Absenkung der Höhe des Krankengeldes um 5 Prozentpunkte geboten und vertretbar“, heißt es im Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zum „Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung“, über den die „Rheinische Post“ in ihrer Donnerstagausgabe berichtet.

„Zudem werden die Festzuschüsse für Zahnersatz auf das bereits bis 2020 geltende Niveau reduziert“, heißt es weiter. Angesichts der enormen Finanzierungslücken könne ein Beitrag der Versicherten nicht vermieden werden.

Die Beitragsbemessungsgrenze soll angehoben werden. „Im Jahr 2027 wird einmalig die monatliche Beitragsbemessungsgrenze um rund 300 Euro zusätzlich angehoben. So stärken wir die Beitragsgerechtigkeit und generieren einen solidarischen Beitrag von Arbeitgebern und Personen mit höheren Einkommen zum Reformpaket“, heißt es in dem Entwurf. Derzeit liegt die Grenze bei 5.812,50 Euro monatlich.

Der Bund will den Kassen mehr Zeit zur Rückzahlung von Krediten geben. „Auch der Bund leistet einen Beitrag zur Stabilisierung der Beitragssätze durch eine Verschiebung der Rückzahlung der in den Jahren 2023, 2025 und 2026 gewährten Darlehen von insgesamt 5,6 Milliarden Euro. Diese sind nun in den Jahren 2035 bis 2039 zurückzuzahlen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Blick vom Zahnarzt-Patientenstuhl (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Krankengeld wird um 5 Prozentpunkte abgesenkt.
  • Festzuschüsse für Zahnersatz werden auf das Niveau von 2020 reduziert.
  • Beitragsbemessungsgrenze wird 2027 um rund 300 Euro erhöht.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: gesetzlich versicherte Patienten, insbesondere bei Zahnersatz
  • Beeinflussung: Senkung des Krankengeldes um 5 Prozentpunkte, Reduzierung von Festzuschüssen für Zahnersatz auf Niveau bis 2020
  • Zeitrahmen: Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze um 300 Euro ab 2027, Rückzahlung der 5,6 Milliarden Euro Kredite von 2035 bis 2039

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Reduzierung des Krankengeldes um 5 Prozentpunkte zur Stabilisierung der Krankenkassen
  • Absenkung der Festzuschüsse für Zahnersatz auf frühere Niveaus aufgrund von Finanzierungslücken
  • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze, um solidarische Beiträge von höheren Einkommen zu generieren
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