BSW kritisiert Pläne zur Herabsetzung der Strafmündigkeit auf 12 Jahre

17. April 2026

Brandenburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftspolitik in Brandenburg: Kontroversen um Strafrecht

() – Der brandenburgische BSW-Fraktionsvorsitzende Niels-Olaf Lüders hat die Forderung von Innenminister Redmann nach einer Herabsetzung der Strafmündigkeit auf 12 Jahre scharf kritisiert. Lüders teilte am Freitag mit, wer dies wolle, betreibe Symbolpolitik auf dem Rücken von Kindern und handle nicht verantwortungsvoll.

Zur Idee einer Beweislastumkehr bei der Feststellung einer Reifeverzögerung bei 18- bis 21-Jährigen erklärte Lüders, im Strafrecht liege die Beweislast bei der Staatsanwaltschaft.

Dies sei Ausdruck der Unschuldsvermutung und dürfe von niemandem infrage gestellt werden. Die Frage einer möglichen Reifeverzögerung habe damit ohnehin wenig zu tun, da das Gericht hier eigenständig nachforsche und auf die Jugendgerichtshilfe zurückgreife.

Wer aus dem Anstieg politisch motivierter Kriminalität nun eine Strafrechtsverschärfung für 12- und 13-Jährige ableiten wolle, lenke von den eigentlichen Aufgaben in den Bereichen Prävention, Sozialarbeit und Jugendhilfe ab, so Lüders.

Entscheidend sei, dass endlich eine Politik gemacht werde, bei der Kinder und Jugendliche wahr- und ernst genommen würden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Niels-Olaf Lüders (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Niels-Olaf Lüders kritisiert die Forderung nach Herabsetzung der Strafmündigkeit auf 12 Jahre als Symbolpolitik.
  • Er betont, dass im Strafrecht die Beweislast bei der Staatsanwaltschaft liegt und die Unschuldsvermutung gewahrt bleiben muss.
  • Lüders fordert eine Politik, die Kinder und Jugendliche ernst nimmt, anstatt von den Herausforderungen in Prävention und Sozialarbeit abzulenken.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Kinder und Jugendliche, insbesondere 12- und 13-Jährige
  • Zielgruppe: politisch Verantwortliche, Strafverfolgungsbehörden
  • kritisierte Maßnahme: Herabsetzung der Strafmündigkeit auf 12 Jahre

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kritik an Symbolpolitik, die auf Kosten von Kindern geht
  • Beweislast liegt bei der Staatsanwaltschaft, Ausdruck der Unschuldsvermutung
  • Forderung nach mehr Fokus auf Prävention, Sozialarbeit und Jugendhilfe statt Strafrechtsverschärfung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Kritisiert die Forderung nach Herabsetzung der Strafmündigkeit auf 12 Jahre
  • Betont, dass die Beweislast im Strafrecht bei der Staatsanwaltschaft liegt
  • Fordert Fokus auf Prävention, Sozialarbeit und Jugendhilfe statt strafrechtlicher Verschärfung
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