Dax lässt nach – Preise für Öl und Gas steigen stark an

29. April 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftsnachrichten aus Frankfurt/Main

Frankfurt/Main () – Am Mittwoch hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.955 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start drehte der Dax schnell ins Minus und schwankte anschließend unter dem Schlussstand vom Dienstag.

„Mehr als eine Stabilisierung des Dax auf dem Niveau von 24.000 Punkten war heute nicht drin“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Einerseits übt der Konflikt im Nahen Osten über die Energiepreise Druck auf die Wirtschaft, auf die Inflation und damit auf die Geldpolitik der großen Notenbanken aus. Andererseits können viele Unternehmensdaten positiv überraschen und den trüben Konjunkturaussichten trotzen. Dieses ambivalente Umfeld nutzte der Dax heute für eine Fortsetzung der Konsolidierung.“

Mit Sorge blickten die Anleger auf die weiter steigenden Rohölpreise und und mit Spannung auf die anstehende Reaktion der US-Zentralbank Federal Reserve, so Lipkow. „Die für veröffentlichten Verbraucherpreise lagen mit einem Anstieg in der Jahresrate von 2,9 Prozent und in der Monatsrate von 0,5 Prozent im Rahmen der Erwartungen und leicht darunter. Noch zeigen sich also keine dynamischen Inflationstendenzen in Deutschland“, erklärte der Analyst. „In den anderen europäischen Ländern hatten sich diese teilweise bereits bemerkbar gemacht.“

Die Notenbanker dies- und jenseits des Atlantiks müssten abschätzen, wie stabil sich die Konjunktur in den betroffenen Ländern darstelle und welche negativen Auswirkungen der Konflikt im Nahen Osten auf die Preise und den Konsum haben werde. „Keine leichte Aufgabe, die sowohl bei einer Überreaktion als auch bei einem zu langen Warten negative Folgen haben kann“, so Lipkow. „Der Aktionsradius der Notenbanken ist damit insgesamt relativ klein.“

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Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Papiere von Adidas, Scout 24, Infineon und Airbus an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Am Tabellenende fanden sich die Aktien von Siemens Healthineers sowie die Papiere der Rückversicherer Münchener Rück und Rück wieder.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 47 Euro und damit acht Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg ebenfalls stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 117,60 US-Dollar, das waren 5,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1696 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8550 Euro zu haben.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frankfurter Börse

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Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Dax-Index (23.955 Punkte, -0,3 % zum Vortag), betrifft Anleger und Investoren in Deutschland.
  • Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland: 2,9 % (Jahresrate), 0,5 % (Monatsrate), betrifft deutsche Konsumenten bis zu einem dynamischen Inflationsanstieg.
  • Rohölpreise: Brent-Preis bei 117,60 USD (+5,7 %), betrifft globale Energie- und Verbrauchermärkte.

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Konflikt im Nahen Osten drückt auf Energiepreise und Wirtschaft
  • Positive Unternehmensdaten überraschen und trotzen trüben Konjunkturaussichten
  • Steigende Rohölpreise und Unsicherheit über Reaktion der US-Zentralbank

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