Union reagiert zurückhaltend auf SPD-Vorstoß zu Diätenverzicht

30. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Deutschland: Diäten im Bundestag

() – Die Unionsfraktion hat zurückhaltend auf den Vorstoß der SPD reagiert, in diesem Jahr auf eine Diätenerhöhung im Bundestag zu verzichten.

„Die Höhe der Abgeordnetenentschädigung wird bewusst nicht mehr durch politische Entscheidungen festgelegt, sondern folgt einem klar geregelten automatischen Verfahren“, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger, der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe). Der aktuelle Mechanismus schaffe Transparenz und Nachvollziehbarkeit.

„Der Vorschlag, diesen Mechanismus außerordentlich auszusetzen, kam auch bereits aus der CDU/CSU-Fraktion“, sagte Bilger. Er bezog sich damit auf einen Vorstoß des CDU-Abgeordneten Wilhelm Gebhard. Dieser hatte vor knapp zwei Wochen mit Verweis auf die gestiegenen Benzin- und Ölpreise und die Belastung der Bürger ein „Signal“ der Politiker – und deshalb einen Verzicht auf die geplante Diätenerhöhung verlangt. Bilger sagte jetzt dazu, man werde „in den Fraktionsgremien darüber beraten“.

Aus der Union hieß es, man hätte über das Thema lieber in Ruhe mit der SPD gesprochen und dann einen gemeinsamen Vorschlag präsentiert. Aber man könne verstehen, dass es jetzt Interesse an einem klaren Signal gebe. Eine Alternative zu einem Verzicht auf eine Diätenerhöhung hatte auch sein können, dass auch Abgeordnete in die Rentenkasse einzahlen oder dass es Kürzungen bei der Beihilfe gibt.

Siehe auch:  CDU-Arbeitnehmerchef sieht "rote Linie" vor AfD-Zusammenarbeit

In diesem Jahr steht bisher eine Erhöhung der Diäten in Höhe von 4,2 Prozent von bisher 11.833,47 Euro auf dann 12.330,48 Euro an.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Steffen Bilger (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Unionsfraktion zurückhaltend zum SPD-Vorstoß auf Diätenerhöhung zu verzichten.
  • Diäten werden durch automatisches Verfahren festgelegt, nicht durch politische Entscheidungen.
  • Erhöhung der Diäten um 4,2 Prozent steht an, von 11.833,47 Euro auf 12.330,48 Euro.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Bundestagsabgeordnete
  • Diätenerhöhung von 4,2% auf 12.330,48 Euro
  • Vorschlag kam auch von CDU/CSU, Diskussion in Fraktionsgremien angestoßen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Rückhaltende Reaktion der Unionsfraktion auf SPD-Vorstoß zur Diätenerhöhung
  • Automatisches Verfahren zur Festlegung der Abgeordnetenentschädigung
  • Anstieg der Lebenshaltungskosten als Auslöser für die Diskussion über Diätenerhöhung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH