Linke kritisiert mangelnden Zugang zu HIV-Prävention in Sachsen

30. November 2025

Regional - Sachsen - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Sachsen: HIV-Prävention im Fokus

() – Der sächsische Landesvorsitzende der Linken, Marco Böhme, hat anlässlich des Welt-Aids-Tags die unzureichende Versorgung mit HIV-Präventionsmedikamenten im Freistaat kritisiert. Er teilte mit, dass es in kaum Arztpraxen gebe, die die sogenannte PrEP verschreiben dürften, und die vorhandenen Praxen seien überlastet und nähmen keine neuen Patienten mehr auf.

In Leipzig und zeigt sich nach Angaben der Linken ein besonders problematisches Bild: In beiden Städten konzentriere sich das Angebot auf wenige Schwerpunktpraxen, von denen viele aktuell keine neuen Patienten mehr aufnähmen.

Betroffene müssten teilweise bis nach oder reisen, um an die Medikamente zu gelangen, obwohl die Kosten seit 2019 von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Die Linke fordert daher ein landesweites Aktionsprogramm für sexuelle Gesundheit, das unter anderem den Ausbau von HIV-Schwerpunktpraxen, digitale Behandlungsmodelle für den ländlichen Raum und gezielte Informationskampagnen vorsieht. Zudem solle eine landeseigene Koordinierungsstelle für die PrEP-Versorgung eingerichtet werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Kaum Arztpraxen in Sachsen, die PrEP verschreiben dürfen.
  • Vorhandene Praxen sind überlastet und nehmen keine neuen Patienten auf.
  • Forderung nach landesweitem Aktionsprogramm für sexuelle Gesundheit.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Menschen mit HIV-Risiko in Sachsen
  • Starke Einschränkungen: Kaum Arztpraxen für PrEP, überlastete Praxen, lange Anreise nach Berlin oder Magdeburg
  • Regionen: Sachsen, insbesondere Leipzig und Dresden

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Unzureichende Versorgung mit HIV-Präventionsmedikamenten (PrEP) in Sachsen
  • Mangel an Arztpraxen, die PrEP verschreiben dürfen
  • Überlastung der vorhandenen Praxen, die keine neuen Patienten mehr aufnehmen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Ausbau von HIV-Schwerpunktpraxen in Sachsen
  • Einrichtung einer landeseigenen Koordinierungsstelle für die PrEP-Versorgung
  • Durchführung gezielter Informationskampagnen zur sexuellen Gesundheit
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH