Iran-Krieg: EU-Kommissarin befürchtet "mehr Chaos" für Europa
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Politik: EU warnt vor wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs
Brüssel () – EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall hat vor einer Verschärfung der Folgen des Iran-Kriegs für Europa gewarnt.
„Ich befürchte, dass noch mehr Chaos auf uns zukommt“, schreibt sie in einem Gastbeitrag für das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben). Die langfristigen Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft und den grünen Wandel, die Ernährungssicherheit und grundlegende Technologien wie die Halbleitertechnik könnten katastrophal sein.
In jüngster Zeit sei den Europäern vor Augen geführt worden, wie Lieferketten in einer zunehmend feindseligen Welt als Waffe eingesetzt würden, so Roswall. Diese Schocks hätten weitgehend außerhalb der Kontrolle der EU gelegen, ihre Folgen seien aber dennoch vollkommen vorhersehbar gewesen.
Aus der Krise zieht die Kommissarin zwei Lehren für die EU: Erstens sei Europa nach wie vor viel zu stark von Erdgas, Erdöl und Erdölprodukten abhängig. „Wir müssen diese toxische Abhängigkeit überwinden. Am billigsten ist Öl, wenn wir es gar nicht erst verwenden“, so Roswall. Die zweite Lehre: Um Lieferkettenengpässe zu vermeiden, müssten kritische und strategische Rohstoffe zurückgewonnen und wiederverwendet werden, anstatt sie zu entsorgen.
Roswall forderte mehr Tempo bei der Umstellung. „Unsere Fortschritte sind zu langsam und zu sporadisch“, erklärt die Kommissarin. Die europäische Industrie verfüge über erhebliche ungenutzte Kapazitäten und könne die Produktion rasch hochfahren. Dies mache die Unternehmen widerstandsfähiger und weniger anfällig für die Unwägbarkeiten der Geopolitik und der globalen Märkte. „Es ist an der Zeit, die Augen zu öffnen und die Kreislaufwirtschaft als das zu sehen, was sie ist: eine Chance für Wohlstand, eine Investition in unsere Zukunft und ein Puffer gegen die nächste Krise.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | EU-Fahnen (Archiv) |
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