Nouripour sorgt sich um Gesundheitszustand von Narges Mohammadi

12. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheit und Menschenrechte im Iran

() – Der Grünen-Politiker Omid Nouripour sorgt sich um den Gesundheitszustand der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi.

Der Vizepräsident des Deutschen Bundestags wirft der Bundesregierung und den europäischen Staaten vor, das Schicksal politischer Gefangener im zu ignorieren, wie er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte. Bisher gebe es nur „ohrenbetäubendes Schweigen“ der europäischen Staaten – auch der deutschen Bundesregierung. Der einzige Schutz, den Menschen in einer solchen gefährlichen Haftsituation hätten, sei die Aufmerksamkeit.

Nouripour zeigte sich vor allem besorgt über den Zustand von Mohammadi. Die iranische Menschenrechtlerin und Friedensnobelpreisträgerin sei nach einem Herzinfarkt im Gefängnis erst Monate später in ein Provinzkrankenhaus gebracht worden. Inzwischen wurde sie nach der Zahlung einer hohen Kaution in ein Teheraner Krankenhaus verlegt. Sollte sie sterben, verliere die demokratische Opposition ihre zentrale Figur.

„Narges Mohammadi steht für eine Freiheitsbewegung, die gerade massiv im Sturm der Geopolitik unter die Räder kommt“, sagte Nouripour. Wenn noch nicht einmal eine Friedensnobelpreisträgerin ausreichend Aufmerksamkeit bekomme, stelle sich die Frage, wie es den politischen Gefangenen gehe, die keine solche Bekanntheit haben. Die Europäer müssten sich fragen, ob sie nicht „irgendein hörbares Wort der Erwähnung hätten fallen lassen sollen“.

Nouripour machte außerdem auf die Hinrichtungswelle im Iran aufmerksam. „Alle, die aus politischen Gründen inhaftiert sind, sind massiv davon bedroht“, sagte er. Gleichzeitig gebe es den längsten Internet-Shutdown der Geschichte, es sei entsprechend schwer, Informationen aus dem Land zu bekommen. Auch die fehlende Versorgung der Menschen in den Gefängnissen zeige: „Das Regime ist zu allem bereit. Es schlägt jetzt komplett um sich, nicht nur in der Straße von Hormus, sondern erst recht gegen die eigene Bevölkerung.“

Siehe auch:  Baden-Württemberg treibt Abschiebungen in den Iran voran
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Omid Nouripour (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Omid Nouripour äußert Besorgnis über den Gesundheitszustand von Narges Mohammadi.
  • Achtet auf die mangelnde Aufmerksamkeit der Bundesregierung und europäischer Staaten für das Schicksal politischer Gefangener im Iran.
  • Hinweis auf die Hinrichtungswelle und den längsten Internet-Shutdown im Iran.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Narges Mohammadi, iranische Menschenrechtlerin und Friedensnobelpreisträgerin, sowie andere politische Gefangene im Iran
  • Stärke: Hohe Besorgnis um Mohammadi nach Herzinfarkt; allgemeine Gefahr für politische Gefangene durch Hinrichtungen
  • Regionen: Iran; europäische Staaten (insbesondere Deutschland) als indirekte Beteiligte

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ignorieren des Schicksals politischer Gefangener im Iran durch die Bundesregierung und europäische Staaten
  • Gesundheitsverschlechterung von Narges Mohammadi nach Herzinfarkt und mangelhafter medizinischer Versorgung
  • Hinrichtungswelle und Internet-Shutdown im Iran erschweren Informationsfluss und erhöhen die Bedrohung für politische Gefangene

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Rückmeldungen der Bundesregierung und europäischen Staaten zum Schicksal politischer Gefangener im Iran fordern.
  • Aufmerksamkeit auf den Gesundheitszustand von Narges Mohammadi lenken.
  • Auf die Hinrichtungswelle im Iran aufmerksam machen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH