WZB-Präsidentin warnt vor Kürzungen beim Elterngeld

14. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Soziale Reformen in der Familienpolitik Berlin

() – Die Ökonomin Nicola Fuchs-Schündeln warnt vor weiteren Kürzungen beim Elterngeld und plädiert stattdessen für eine Reform mit längeren Vätermonaten.

„Wir sollten nicht darüber nachdenken, wie wir beim Elterngeld sparen können, sondern wie wir es reformieren können“, sagte die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) dem „Handelsblatt“. Hintergrund sind die Sparvorgaben für den Haushalt 2027 für Bundesfamilienministerin Karin Prien. 500 Millionen Euro muss die CDU-Politikerin in ihrem Etat einsparen, den Großteil soll eine Reform des Elterngelds leisten.

Die Politik solle mehr Anreize setzen, „die es Müttern ermöglichen, Kinder zu bekommen und gleichzeitig erwerbstätig zu sein“, sagte Fuchs-Schündeln. Die Geburtenzahl sei auf einem Rekordtief, zugleich werde durch den Renteneintritt der Babyboomer in den kommenden Jahrzehnten Arbeitskräftemangel herrschen.

Konkret schlägt die WZB-Präsidentin vor, die Vätermonate auszuweiten und reine Müttermonate zu reduzieren. Für maximal sieben individuelle Elterngeldmonate solle jedes Elternteil 80 Prozent des Nettoeinkommens ersetzt bekommen. Nehme ein Elternteil mehr Monate, solle der Einkommensersatz auf 50 Prozent sinken. „Das würde den Anreiz erhöhen, dass Paare sich die Betreuung des Kindes während des Elterngeldbezugs paritätisch aufteilen“, sagte Fuchs-Schündeln.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Strand (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Warnung vor weiteren Kürzungen beim Elterngeld
  • Vorschlag für Reform mit längeren Vätermonaten und Reduzierung der Müttermonate
  • Anreiz zur paritätischen Aufteilung der Kinderbetreuung während des Elterngeldbezugs

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Eltern, insbesondere Väter und Mütter in Deutschland
  • Regionen: Deutschland
  • Zahlen/Fristen: Haushalt 2027, 500 Millionen Euro Einsparungen, Vorschlag für maximal sieben individuelle Elterngeldmonate mit 80% Einkommensersatz

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Sparvorgaben für den Haushalt 2027 müssen erfüllt werden
  • Geburtenzahl ist auf Rekordtief, Arbeitskräftemangel droht
  • Vorschlag zur Reform des Elterngelds zur Förderung der Erwerbstätigkeit von Müttern

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Reform des Elterngelds zur Einsparung von 500 Millionen Euro
  • Ausweitung der Vätermonate und Reduzierung der Müttermonate
  • Anreize für eine paritätische Aufteilung der Kinderbetreuung schaffen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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