EU-Länder vereinbaren Vorgehen gegen Arzneimittel-Knappheit

2. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in der EU: Maßnahmen gegen Engpässe

Brüssel () – Die Gesundheitsminister der 27 EU-Länder haben sich auf Maßnahmen geeinigt, um Engpässe bei Medikamenten künftig zu verhindern. Die geplante Verordnung, bekannt als Critical Medicines Act (CMA), zielt darauf ab, Engpässe bei wichtigen Medikamenten wie Antibiotika, Insulin und Schmerzmitteln zu bekämpfen, indem sie die Versorgungssicherheit und Verfügbarkeit in der EU verbessert.

Die neuen Regeln sollen die Diversifizierung der Lieferketten fördern, kollaborative Beschaffungsmodelle erleichtern und Anreize zur Steigerung der pharmazeutischen Produktion in EU-Ländern schaffen. Die dänische Gesundheitsministerin Sophie Lohde erklärte, dass man einen wichtigen Schritt unternommen habe, um sicherzustellen, dass europäische Patienten Zugang zu den benötigten Medikamenten haben. „Das Gesetz über kritische Arzneimittel wird die Verfügbarkeit lebenswichtiger Medikamente verbessern, Engpässe verringern und eine widerstandsfähigere Lieferkette für kritische Gesundheitsprodukte in ganz Europa schaffen.“

Die vom Rat eingeführten Hauptänderungen betreffen die Beschaffung kritischer Medikamente und ihrer Wirkstoffe. So wurde eine Anforderung eingeführt, dass die Kommission Leitlinien herausgeben soll, um den Mitgliedstaaten zu helfen, festzustellen, ob ein kritisches Medikament oder ein Wirkstoff in der EU produziert wurde. Zudem wurde in den Verhandlungen der Informationsaustausch über Notfallbestände von Arzneimitteln erleichtert und die Bestimmungen zur gemeinsamen Beschaffung gestrafft.

Die Mindestanzahl der Mitgliedstaaten, die einen gemeinsamen Antrag an die Kommission stellen müssen, wurde von neun auf sechs reduziert. Eine Verpflichtung zur Verwendung von Kriterien zur Resilienz im öffentlichen Beschaffungswesen für kritische Medikamente wurde zudem hinzugefügt. Sobald das Europäische Parlament seinen Standpunkt festgelegt hat, werden die Verhandlungen fortgeführt, um sich auf den endgültigen Wortlaut zu einigen.

Siehe auch:  BSW-Forderung: Wahlausschuss gegen Neuauszählung der Bundestagswahl
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tabletten (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Einführung des Critical Medicines Act (CMA) zur Bekämpfung von Engpässen bei Medikamenten in der EU
  • Förderung der Diversifizierung von Lieferketten und Erleichterung kollektiver Beschaffungsmodelle
  • Reduzierung der Mindestanzahl der Mitgliedstaaten für gemeinsame Anträge von neun auf sechs

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • 27 EU-Länder betroffen
  • Zielgruppen: europäische Patienten, Pharmaindustrie
  • Frist: Fortführung der Verhandlungen nach Festlegung des Standpunkts des Europäischen Parlaments

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Engpässe bei wichtigen Medikamenten wie Antibiotika und Insulin
  • Bedarf an verbesserter Versorgungssicherheit und Verfügbarkeit in der EU
  • Förderung der Diversifizierung der Lieferketten und Zusammenarbeit in der Beschaffung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Maßnahmen zur Diversifizierung der Lieferketten fördern
  • Anreize zur Steigerung der pharmazeutischen Produktion in der EU schaffen
  • Anforderungen zur Identifikation der in der EU produzierten kritischen Medikamente einführen

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




4,6/5 (7 Bewertungen)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH