Bayerns Gesundheitsministerin warnt vor Antibiotika-Resistenzen
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Gesundheitspolitik: Antibiotikaresistenzen in Bayern
München () – Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach warnt vor den Gefahren durch Antibiotika-Resistenzen. Die Ministerin sagte am Montag, dass nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts deutschlandweit fast 10.000 Menschen jährlich unmittelbar an antibiotikaresistenten Keimen sterben.
Sie warb für einen verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika, da jeder Einsatz Resistenzen fördern könne.
Gerlach verwies auf den bayerischen Aktionsplan gegen Antibiotikaresistenzen aus dem Jahr 2017, der aktuell überarbeitet werde. In Bayern arbeite man eng mit verschiedenen Ministerien zusammen und habe bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt.
Mit der Landesarbeitsgemeinschaft Resistente Erreger (LARE) sei zudem ein Zusammenschluss von Experten entstanden, der Empfehlungen für den ambulanten Versorgungsbereich erarbeitet habe.
Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit stellt einen überarbeiteten Leitfaden zur Infektionsdiagnostik und oralen Antibiotikatherapie für Erwachsene bereit. Zudem liefert die Bayerische Antibiotikaresistenz-Datenbank (BARDa) seit sechs Jahren flächendeckend repräsentative Daten zur Resistenz-Situation in Bayern, wobei inzwischen ein Datenpool von über 2,5 Millionen Tests entstanden ist.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Tabletten (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Schätzungen zufolge sterben in Deutschland jährlich fast 10.000 Menschen an antibiotikaresistenten Keimen.
- Der bayerische Aktionsplan gegen Antibiotikaresistenzen von 2017 wird aktuell überarbeitet.
- Die Bayerische Antibiotikaresistenz-Datenbank (BARDa) hat einen Datenpool von über 2,5 Millionen Tests.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen: nahezu 10.000 Menschen jährlich in Deutschland
- Zielgruppe: allgemeine Bevölkerung in Bayern
- Maßnahme: bayerischer Aktionsplan gegen Antibiotikaresistenzen, seit 2017 in Überarbeitung
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Fast 10.000 Todesfälle jährlich durch antibiotikaresistente Keime in Deutschland.
- Jeder Einsatz von Antibiotika kann Resistenzen fördern.
- Bayerischer Aktionsplan gegen Antibiotikaresistenzen seit 2017, aktuell in Überarbeitung.
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Überarbeitung des bayerischen Aktionsplans gegen Antibiotikaresistenzen von 2017
- Erstellung eines überarbeiteten Leitfadens zur Infektionsdiagnostik und Antibiotikatherapie durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
- Bereitstellung von repräsentativen Resistenz-Daten durch die Bayerische Antibiotikaresistenz-Datenbank (BARDa)
