AfD klettert in Sachsen laut Insa-Umfrage auf 42 Prozent

21. Mai 2026

Regional - Sachsen - aktuelle Fakten und Einordnung

Sachsen: Politische Stimmung und Umfrageergebnisse

() – Die AfD klettert in laut einer neuen Insa-Umfrage auf einen neuen Rekordwert von 42 Prozent. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Juni letzten Jahres.

Seit fast einem Jahr hatte keines der etablierten Umfrageinstitute eine entsprechende Erhebung für Sachsen veröffentlicht.

Die CDU von Ministerpräsident Michael Kretschmer stürzt demnach um fünf Prozentpunkte auf 21 Prozent ab. Das BSW verliert vier Punkte und kommt auf sieben Prozent, SPD und Grüne halten sich bei je sechs Prozent, die Linke bei neun.

Sonstige Parteien kommen zusammen auf neun Prozent.

Weitere Ergebnisse der Umfrage: Fast jeder Zweite in Sachsen (49 Prozent) hat entweder schon einmal AfD gewählt oder kann es sich vorstellen. Nur 39 Prozent schließen eine AfD-Stimmabgabe kategorisch aus, so wenige wie vorher noch nie von Insa gemessen.

Das maximale Potenzial der CDU liegt der Umfrage zufolge bei nur noch 36 Prozent. Fast jeder zweite potenzielle Unionswähler (52 Prozent) tendiert aktuell zur AfD.

Könnten die Sachsen ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, würde Amtsinhaber Michael Kretschmer (CDU) den AfD-Landeschef Jörg Urban allerdings klar schlagen: 44 Prozent würden laut Insa für Kretschmer stimmen, 20 Prozent für Urban, 22 Prozent für keinen der beiden.

Vor allem ältere Wähler und Anhänger von CDU, SPD, Grünen und Linken halten dem Ministerpräsidenten die Treue, so das Ergebnis der Umfrage. Nur 35 Prozent sind zufrieden oder eher zufrieden, 58 Prozent geben an, unzufrieden oder sehr unzufrieden zu sein.

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Dramatisch fällt das Urteil der Sachsen über die Bundesregierung aus.

85 Prozent sind unzufrieden, nur zwölf Prozent sind zufrieden. 76 Prozent geben an, ihr Vertrauen in die politische Gestaltungskraft von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei geringer geworden, lediglich vier Prozent sehen eine Verbesserung.

Insa hatte die Umfrage zwischen dem 13. und 20. Mai unter 1.000 Personen durchgeführt wurde.

In Auftrag gegeben hatte die Erhebung das umstrittene Portal „Nius“ von Ex-Bild-Chefredakteur Julian Reichelt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Jörg Urban, Sabine Zimmermann und Michael Kretschmer (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • AfD erreicht in Sachsen neuen Rekordwert von 42 Prozent, plus sieben Punkte im Vergleich zu Juni letzten Jahres.
  • CDU sinkt um fünf Punkte auf 21 Prozent, das BSW verliert vier Punkte und erreicht sieben Prozent.
  • Fast jeder Zweite in Sachsen hat entweder schon einmal AfD gewählt oder kann es sich vorstellen, 39 Prozent schließen eine AfD-Stimmabgabe kategorisch aus.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • AfD: 42 Prozent in Sachsen, 7 Prozentpunkte mehr als im Juni letzten Jahres
  • CDU: 21 Prozent, Rückgang um 5 Prozentpunkte
  • Potenzial der CDU: 36 Prozent, 52 Prozent der Unionswähler tendieren zur AfD
  • Umfragezeitraum: 13. bis 20. Mai, 1.000 Personen befragt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • AfD erreicht neuen Rekordwert von 42 Prozent, was einen Anstieg von sieben Prozentpunkten bedeutet.
  • Zustimmungsraten für Bundes- und Landesregierung sind dramatisch niedrig, mit 85 Prozent Unzufriedenheit über die Bundesregierung.
  • Potenzial der CDU sinkt, nur 36 Prozent sind noch für die Partei verfügbar, viele potenzielle Wähler neigen zur AfD.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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