Umfrage: Deutsche Konzerne fordern mehr Präsenz im Büro
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: Tendenz zu mehr Büroanwesenheit in Deutschland
Berlin () – Bei deutschen Konzernen schwindet die Toleranz für Homeoffice. Der Anteil der Firmen mit mindestens drei Präsenztagen steigt auf 40 Prozent.
Das geht aus einer Umfrage der „Welt am Sonntag“ und „Business Insider“ bei 35 der größten deutschen Konzerne hervor. Demnach verlangen inzwischen 40 Prozent der Firmen, dass ihre Mitarbeiter drei oder mehr Tage pro Woche im Büro sind. Im Jahr 2023 hatte dieser Wert noch bei 25,7 Prozent gelegen. Nur noch 31 Prozent der befragten Unternehmen haben keine feste Vorgabe, stellen ihren Mitarbeitern also die Anwesenheit frei oder setzen auf individuelle Vereinbarungen in einzelnen Teams. Im Jahr 2023 hatten noch 45,7 Prozent der Firmen keine festen konzernweiten Vorgaben gesetzt.
Allerdings bleibt das hybride Arbeiten stark verbreitet: Abgesehen vom US-Konzern Amazon, der gleichlautende Regelungen parallel in den USA und Deutschland einführte, ist keines der befragten Unternehmen zur Präsenzpflicht von fünf Tagen pro Woche zurückgekehrt. Für die Erhebung befragte „Business Insider“ seit 2023 jährlich 35 der größten deutschen Unternehmen, darunter mehr als 20 Dax-Konzerne.
Für das Jahr 2026 erweiterten der „Welt am Sonntag“ und „Business Insider“ die Erhebung. Befragt wurden 56 der größten Arbeitgeber in Deutschland, darunter die 40 Dax-Konzerne, zudem Wirtschaftsprüfer und Tech-Firmen. Bis Redaktionsschluss meldeten sich 50 der Unternehmen mit ihren Regeln für mobiles Arbeiten zurück.
Auch in der breiteren Betrachtung bleibt die Tendenz erhalten. So erklärten 31 von 50 Unternehmen (62 Prozent), dass ihre Mitarbeiter eine konkrete Anzahl an Tagen vor Ort im Büro oder bei Kunden sein sollen – meist zwei bis drei Tage pro Woche. Nur drei Unternehmen (sechs Prozent) gaben an, ausdrücklich keine Anwesenheitsregeln zu haben. In 16 Unternehmen (32 Prozent) gilt keine generelle Präsenzpflicht, dort ist die Entscheidung den Führungskräften der Teams überlassen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Anteil der Firmen mit mindestens drei Präsenztagen steigt auf 40 Prozent
- Nur noch 31 Prozent der Unternehmen haben keine feste Vorgabe zur Anwesenheit
- 62 Prozent der befragten Unternehmen verlangen eine konkrete Anzahl an Tagen im Büro
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- 40 Prozent der deutschen Konzerne verlangen mindestens drei Präsenztage pro Woche
- 31 Prozent der befragten Unternehmen haben keine festen Vorgaben
- 62 Prozent der Unternehmen möchten konkrete Anwesenheitstage, meist zwei bis drei Tage pro Woche
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Zunahme der Firmen mit Mindestpräsenz von 3 Tagen auf 40 Prozent
- Rückgang der Unternehmen ohne feste Vorgaben von 45,7 auf 31 Prozent
- Hybrides Arbeiten bleibt verbreitet, keine Rückkehr zur Präsenzpflicht von 5 Tagen pro Woche
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